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Norbert Reuter: Es geht nicht nur um höhere Einkommen

Norbert Reuter im Gespräch mit denkhausbremen über das Verhältnis der Gewerkschaften zur Wachstumskritik, die Notwendigkeit von Arbeitszeitverkürzungen und was er sich von den Umweltverbänden wünschen würde. Er arbeitet im Bundesvorstand von ver.di und ist dort Leiter der Grundsatzabteilung Tarifpolitik. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Norbert Reuter kritisch mit Wachstumsfragen und der Entwicklung von Industriegesellschaften. Von 2011 bis 2013 war er sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages.  

Protest gegen Unipers Biomasse-Politik auf Aktionärs-Hauptversammlung

(Essen, 08. Juni 2017) denkhausbremen hat gemeinsam mit den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären, Rettet den Regenwald und SOS Foret du Sud auf Unipers Aktionärs-Hauptversammlung protestiert. Der Protest richtete sich gegen die Holz-Biomasse-Politik des Konzerns. Hier geht es zur gemeinsamen Presseerklärung. Nachfolgend dokumentieren wir die Rede von Peter Gerhardt (denkhausbremen), die er auf der Uniper Hauptversammlung in Essen am 08.06.2017 gehalten hat. Folgende Rede hat Nicholas Bell (Collectif SOS Forêt du Sud, Südfrankreich) auf der Uniper Hauptversammlung am 08. Juni 2017 in Essen gehalten: Weitere Information: Rettet den Regenwald hat dazu einen Online-Protest initiiert. Die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre haben einen Gegenantrag zur Uniper Hauptversammlung gestellt.

Gelungener Dialog

Zu unserem ersten Workshop im Rahmen des Dialog Degrowth kamen am 17. November 2015 über 30 VertreterInnen relevanter Umwelt- und Entwicklungsorgansationen und AktivistInnen und WissenschaftlerInnen der wachstumskritischen Bewegung zusammen. Dafür haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten. Wie erwartet war das ein thematisch breit gefächerter erster Aufschlag. Einerseits gab es spannende und informative Theoriekost: Stichworte wie Große Transformation, transzendente Wachstumskritik oder marktdynamische Potenziale wurden in die Diskussion eingeführt. Aber auch konkrete Umsetzungsszenarien kamen zur Debatte. Manche Verbände setzen sich bereits mit wachstumskritischen Themen auseinander und haben einiges davon bereits in praktische Projekte gegossen. Das Thema Wachstum wird den Umwelt- und Entwicklungsverbänden auch in Zukunft nicht erspart bleiben:   Kampagnenerfolge zu Einzelthemen werden durch wirtschaftliche Expansion immer wieder aufs Neue aufgefressen. Es wird Zeit, sich mit den Zusammenhängen auseinanderzusetzen und vor grundsätzlichen Fragen nicht zurückzuschrecken. Folgen des Wirtschaftswachstums wie fortschreitender Flächenfraß von den Alpen bis nach Indonesien sorgen dafür, dass den Umweltverbänden mittelfristig die Umwelt als zu schützendes Objekt abhanden kommen könnte. Wenn der letzte Winkel der Alpen als Funsportkulisse in Wert gesetzt worden ist, dann gibt …

Interview mit der Schrot&Korn

Peter Gerhardt von denkhausbremen im Interview mit der Zeitschrift Schrot&Korn Frage: Wie können deutsche Organisationen den Menschen helfen, die sich in Indonesien, Uganda oder Liberia gegen die Palmölplantagen wehren? Peter Gerhardt: Wir können, indem wir den Scheinwerfer der Öffentlichkeit auf Missstände richten, den Menschen und ihren Organisationen vor Ort, Spielraum verschaffen. Weiter lesen…….

Schwedens Wälder zu Papier gekocht

45 Organisationen  – darunter auch denkhausbremen  – haben sich per Brief an die schwedische Umweltministerin Åsa Romson gewendet.  Sie fordern gemeinsam, dass Schwedens Naturwälder und die Menschenrechte der Sami-Ureinwohner nicht für die Papierindustrie des Landes zu geopfert werden. Den Brief in englischer Sprache finden Sie hier. Unsere schwedischen Kollegen vom SSNC haben über die Zerstörung der Wälder in Ihrem Heimatland ein Video online gestellt. Auch wer kein schwedisch spricht, wird die Botschaft verstehen.

Internationaler Tag der Wälder

NGOs: Hoher Verbrauch von Agrarrohstoffen und Holz zerstört Wälder weltweit 20.03.2015 Zum Internationalen Tag des Waldes fordern Umweltverbände die Politik und Gesellschaft auf, sich mehr für den Schutz und Wiederaufbau von Wäldern zu engagieren. Weltweit werden jährlich mindestens 13 Millionen Hektar Wald zerstört, das ist mehr als die gesamte deutsche Waldfläche (11 Mio.). Weitere große Waldflächen werden schwer geschädigt, etwa durch Holzeinschlag, den Bau von Straßen und Staudämmen oder durch Bergbauprojekte. „Vor allem der immense Verbrauch an Agrarprodukten, Holz, Papier und anderen Rohstoffen führt zu Waldschäden und Waldverlusten. Dabei sind Hunderte Millionen von Menschen weltweit auf Wälder angewiesen“, erklärt László Maráz, der Koordinator der AG Wald des Forum Umwelt & Entwicklung. Nach einer Studie der Umweltorganisation FERN importieren alleine die EU-Mitgliedsstaaten jährlich Agrar- und Holzprodukte im Wert von 6 Milliarden Euro, die aus illegaler Waldnutzung in den Tropen stammen. Die EU muss einen Aktionsplan starten und sich gegen die Entwaldung engagieren, die vor allem durch die Erzeugung von Agrarprodukten verursacht wird. Mit dem Verbrauch von Produkten aus Palmöl, Soja als Tierfutter, Rindfleisch und Leder wird …

The Future of Paper

denkhausbremen engagiert sich im Vorstand des Europäischen Papiernetzwerks EEPN. Nachfolgend eine aktuelle EEPN-Pressemitteilung. Fragen zum EEPN beantworten wir gerne. Weitere Informationen finden Sie auf der EEPN-Website. Nachfolgend eine aktuelle EEPN-Pressemitteilung:   Pressemitteilung des European Environmental Paper Network (EEPN): The Future of Paper                                                                                                                 30. Januar 2015   Anlässlich der Messe Paper World, die vom 31.1. bis zum 3.2. 2015 in Frankfurt stattfindet, präsentiert das European Environmental Paper Network (EEPN) seine Vision für eine nachhaltige Papierproduktion (Future of Paper) als Youtube-Video. Der Film veranschaulicht, dass wir den Papierkonsum für eine nachhaltige und gerechte Zukunft überdenken und verändern müssen. Der Clip ist das Ergebnis eines internationalen Prozesses, an dem sich im vergangenen Jahr weltweit 140 Organisationen beteiligt haben, um gemeinsam eine Global Paper …

Viel passiert in 2014!

denkhausbremen war 2014 in internationale Kampagnen eingebunden, bearbeitete nationale und regionale Projekte und engagierte sich in verschiedenen Netzwerken: Das Projekt bremer-speiseplan.de wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Thema war “Vorfahrt für regional und bio in Bremer Kantinen”. Es entstand eine Kooperation mit dem Bremer Agrarbündnis. Der Diskussionsbeitrag “Metamorphosis of destructive logging companies” stößt eine internationale Debatte zu grünen Konzernversprechen an. denkhausbremen engagiert sich in relevanten Veranstaltungen zur aktuellen politischen Entwicklung in Indonesien. denkhausbremen beteiligt sich mit Regenwald-Performance des indonesischen Schauspielers und Medienkulturwissenschaftlers Boboy Simanjuntak an der größten Klima-Demo der Welt in Berlin. denkhausbremen engagiert sich im Vorstand des Europäischen Papiernetzwerks (EEPN) zu den Themen weltweite Expansion von Zellstoff- und Papierfabriken sowie der Zerstörung von Regenwäldern in Indonesien. Im Rahmen des Netzwerks Forest Movement Europe diskutiert denkhausbremen die Legitimation von NGOs sowie Grenzen und Potentiale ihrer Aktivitäten. In der AG Wald des Forum Umwelt und Entwicklung brachte sich denkhausbremen mit den Themen Holzhandels-Sicherungs-Gesetz sowie illegaler Holzhandel ein.

Für Geld: EU will Natur zur Zerstörung freigeben!

Mit einem Brief an die EU-Kommission haben sich 68 Organisationen (u.a. auch denkhausbremen) dagegen ausgesprochen, dass Naturzerstörung mit einer Art modernem Ablasshandel grün gewaschen werden kann. Was plant Brüssel genau? Die EU will im Rahmen Ihrer “Biodiversitäts-Strategie 2020” großen Investoren alle Widerstände aus dem Weg räumen: Auch die letzten Naturräume in Europa sollen in Zukunft mit einem Geldablass weggebulldozert werden können. Sogenannte Experten berechnen den Geldwert einer Naturzerstörung durch einen Investor. Gleichzeitig soll ein Handel etabliert werden, der diese Zerstörung an anderer Stelle wieder ausgleicht. Auf diese Weise entsteht ein Markt für zerstörte Wälder, trockengelegte Moore und ausradierte Naturschutzgebiete. Dadurch sollen weitere Existenzgrundlagen und Kulturgüter durch die EU den Marktkräften geopfert werden. Wer mehr wissen will, kann sich auf den Seiten von Organisationen wie FERN oder Corporate Europe Observatory (CEO) informieren. Hier gibt es einen deutschen Hintergrundtext dazu.