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Sind Facebook, Twitter & Co. zu böse für denkhausbremen?

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Für die 68er-Ikone Rainer Langhans steht fest: Die Web 2.0-Community verwirkliche nun im digitalen Miteinander die Träume der damaligen Kommunarden. Man unterstütze seine digitalen Genossen, alle Infos stehen jederzeit allen bereit und die Schwarmintelligenz verbreite und verstärke gute Ideen in Windeseile im ganzen Netz. „Ist also das Web 2.0 der ideale Verbreitungskanal für unsere neue Ideenplattform denkhausbremen?“, fragte sich die denkhaus-Crew in einer spannenden Diskussion.

 

Na ja, schnell kamen mir die Marktführer in den Sinn: Die Datenkraken Facebook und Google, die alles absaugen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sofort fiel mir auch das aktuelle Statement von Hans Magnus Enzensberger ein, der sehr treffend und beeindruckend vor dem Verfall der Demokratie durch die enge Kooperation von Geheimdiensten mit IT-Weltkonzernen warnt. Privatsphäre und Verfassung sei für diesen gefährlichen Komplex längst überholt, so Enzensberger.

 

Was heißt das für die Arbeit von denkhausbremen? Auf Facebook und Twitter verzichten und auf klassische Öffentlichkeitsarbeit mit Presseerklärungen setzen? Geht wohl nicht, da wir ja eben Ideen eine hörbare Stimme im Web geben wollen, die von den zentralen Machtinstanzen in unserem Land ungefiltert nicht so gerne gehört werden. Leider sind die großen Amikonzerne noch der unumstrittene Marktführer im Web 2.0. Und wenn man wie denkhausbremen interessante Menschen erreichen will, tummeln sich in diesen Netzwerken sehr viele davon, die sich sehr wohl auch der Schattenseiten dieser Plattformen bewusst sind.

 

Fazit: In unserer Starterphase werden wir die Chance nicht verstreichen lassen, möglichst viele Menschen zu erreichen und daher auch Facebook und Twitter nutzen. Vielleicht koppeln die User in gar nicht so ferner Zukunft das Web 2.0 ja selbst von diesen Großkonzernen ab und schaffen innovative und demokratische Plattformen, die den Massendurchbruch schaffen. Die Schwarmintelligenz hat sicher genug Power dafür, aber ist sie auch schlau genug und schwimmt nicht weiter in den Schlund der Datenkraken?