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SPD Europaabgeordnete Maria Noichl zu EU Biomasse-Politik

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„Herr Juncker hat den Kampf gegen den Klimawandel als eine der Prioritäten der EU-Kommission deklariert. Ein Jahr unter der neuen Kommission macht nun deutlich: für Umweltanliegen war es ein verlorenes Jahr. Obwohl gerade diese in den aktuellen Zeiten eine größere Aufmerksamkeit Bedarf, denn vielerorts geraten Umweltanliegen unter Druck, so auch durch die Nachfrage im Bioenergiesektor.

Europa ist der einzig große Markt für Biomasse auf der Erde. Bioenergie gehört schon heute zu den zentralen Quellen für Erneuerbare Energie: in 2020 soll sich in der EU 20 % des Energie-Mixes aus Erneuerbarer Energie speisen. Um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen, bedarf es neuer Initiativen. Denn vielerorts wird bereits heute deutlich, dass sich die EU eine grüne Energiepolitik erschwindelt. Ein gutes Beispiel ist der von Ihnen genannte Import von Holz-Pellets aus den USA in europäische ehemalige Kohlekraftwerke. Ich denke alle von Ihnen wissen, dass wir uns ehrgeizige Ziele in der EU gesetzt haben, die nur mit einer erheblichen Nachjustierung nachhaltig erfüllt werden können.

Dazu zählt zum Beispiel die Einführung von verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien für die Nutzung von Biomasse. Dazu gehört, dass wir auf lokaler Ebene sicherstellen, dass Importe zertifiziert sind, nachvollziehbare Transportwege existieren und es lediglich eingekreiste Nutzungsgebiete gibt. Die neue EU-Kommission muss den umweltpolitischen Ehrgeiz der europäischen Bürgerinnen und Bürger respektieren. Ein erster Schritt dazu wäre eine nachhaltige Bioenergiepolitik für Biomasse und Biokraftstoffe.“

(Copyright: Maria Noichl Pressefoto)