Alle Artikel mit dem Schlagwort: Konzerne

Protest gegen Unipers Biomasse-Politik auf Aktionärs-Hauptversammlung

(Essen, 08. Juni 2017) denkhausbremen hat gemeinsam mit den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären, Rettet den Regenwald und SOS Foret du Sud auf Unipers Aktionärs-Hauptversammlung protestiert. Der Protest richtete sich gegen die Holz-Biomasse-Politik des Konzerns. Hier geht es zur gemeinsamen Presseerklärung. Nachfolgend dokumentieren wir die Rede von Peter Gerhardt (denkhausbremen), die er auf der Uniper Hauptversammlung in Essen am 08.06.2017 gehalten hat. Folgende Rede hat Nicholas Bell (Collectif SOS Forêt du Sud, Südfrankreich) auf der Uniper Hauptversammlung am 08. Juni 2017 in Essen gehalten: Weitere Information: Rettet den Regenwald hat dazu einen Online-Protest initiiert. Die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre haben einen Gegenantrag zur Uniper Hauptversammlung gestellt.

Oben und Unten

Gastbeitrag von Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung »Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.« – Bertolt Brecht Die Deutschen reden gerne über die Moral. Von links bis rechts, quer durch das politische Spektrum. Man beruft sich auf die Moral, auf Werte, gar auf Wertegemeinschaften. Nur wer die Moral auf seiner Seite hat, hat eine Chance, gehört zu werden. Dieser Text dreht sich nicht um Moral. Dieser Text dreht sich um das Fressen, nämlich um Wirtschaftspolitik. Um die Verteilung von Geld und Wohlstand. Seit der neoliberalen Wende Deutschlands in den späten 1990er Jahren herrscht über fundamentale Fragen der Wirtschaftspolitik faktisch nicht nur Konsens in den politischen und gesellschaftlichen Eliten dieses Landes, sondern geradezu Sprachlosigkeit. Wo ein Konsens herrscht, braucht man nicht mehr zu diskutieren, nicht mehr zu argumentieren – man verlernt es sogar. Es hat sich der Glaube durchgesetzt, die aktuelle Wirtschaftspolitik sei »alternativlos«. Merkel hat sie sehr treffend als die »marktkonforme Demokratie« beschrieben; der »demokratiekonforme Markt« gehört längst der Vergangenheit an. Jedenfalls bis 2015. Dieser Konsens äussert sich nicht nur in …

Metamorphosis of destructive logging companies

By Peter Gerhardt The German version of this post can be found here. This article was published as well on The Ecologist, World Rainforest Movement Bulletin, Redd Monitor, Welt-Ernährung und Robin Wood Blog. – It sounds like a fairy tale. Multinational companies destroy forests and trample on human rights. Then, international environmental organisations come into play and transform the culprits into responsible companies within just a few months. Multinational palm oil, pulp and paper companies such as Wilmar, Golden Agri, APRIL (Asia Pacific Resources International Limited) or APP (Asia Pulp and Paper) have already completed the magic metamorphosis from destroyers to protectors of the Indonesian rainforest. All of these companies now sport a „zero deforestation policy“. Similar promises have also been made by consumer goods giants like Nestle, Unilever, Mars, L’Oreal, Procter & Gamble and Colgate-Palmolive, who require palm oil as a raw material for their products. Greenpeace, WWF and Co. appear to have success in what Indonesian environmental groups have been struggling to achieve for years, that is persuading notorious rainforest destroyers to make improvements. The scripts …