Alle Artikel mit dem Schlagwort: Umweltschutz international

Ist Innogys Imagekampagne Greenwashing?

Gemeinsame Presseerklärung von Denkhaus Bremen, Dogwood Alliance und Biofuelwatch: Umweltschützer kritisieren zur Aktionärshauptversammlung Biomasse-Aktivitäten: Ist Innogys Imagekampagne Greenwashing? “Statt mit einer millionenschweren grünen Werbekampagne unser Land zu fluten, sollte sich Innogy unverzüglich von seinen umweltschädlichen Biomasse-Aktivitäten in den USA verabschieden”, fordert Peter Gerhardt, Waldexperte von Denkhaus Bremen. Heute findet in Essen die erste Aktionärshauptversammlung der RWE-Ausgründung statt. Da stelle sich die Frage: “Ist Innogys Imagekampagne doch nur Greenwashing?“ Innogy ist Inhaber von Georgia Biomass in den USA, dem nach eigenen Angaben größten Holzpellet-Werk der Welt. Es hat eine jährliche Produktionskapazität von 750.000 Tonnen, die zum Großteil als Brennstoff für europäische Kraftwerke zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Die US-Umweltschützer von Dogwood Alliance kritisieren die Biomasse-Aktivitäten von Innogy scharf: “Innogy ist direkt für die Waldzerstörung hier in den USA verantwortlich. Große Biomasse-Werke im US-Süden wie Georgia Biomass vergrößern die Waldzerstörung zu einer Zeit, in der wir mehr denn je unsere Wälder im Namen des Klimawandels schützen müssen, und nicht abholzen”, betont Campaigner Adam Macon. “Konzerne wie RWE und Innogy nutzen Subventionen durch falsche Spielregeln der EU, die einen …

Offener NGO-Brief an FAO der UNO: Wälder nicht verheizen!

Offener Brief von 45 Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) an die FAO der UNO zum Internationalen Tag des Waldes 2017 – Denkhaus Bremen ist Mitunterzeichner. Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) sendet zum Internationalen Tag des Waldes ein falsches Signal. Sie bezeichnet Wälder als „Kraftwerk der Natur“. Die zentrale Botschaft der FAO lautet, dass Wälder die weltgrößte Ressource erneuerbarer Energien seien. Damit ignoriert die FAO die schwerwiegenden Auswirkungen sogenannter Bioenergie aus Holz auf Umwelt, Klima, lokale Gemeinschaften, Gesundheit der Menschen und natürlich auf unsere Wälder selbst. Der anhaltende politische Druck, Wälder erheblich mehr als bisher zur Energieerzeugung zu nutzen, basiert auf fehlerhafter Wissenschaft und wird mehr Probleme als Lösungen schaffen. Es ist daher kein geeigneter Versuch, den Klimawandel abzumildern. Hier geht es zum vollständigen Brief (in Englisch)

Internationaler Tag der Wälder

NGOs: Hoher Verbrauch von Agrarrohstoffen und Holz zerstört Wälder weltweit 20.03.2015 Zum Internationalen Tag des Waldes fordern Umweltverbände die Politik und Gesellschaft auf, sich mehr für den Schutz und Wiederaufbau von Wäldern zu engagieren. Weltweit werden jährlich mindestens 13 Millionen Hektar Wald zerstört, das ist mehr als die gesamte deutsche Waldfläche (11 Mio.). Weitere große Waldflächen werden schwer geschädigt, etwa durch Holzeinschlag, den Bau von Straßen und Staudämmen oder durch Bergbauprojekte. „Vor allem der immense Verbrauch an Agrarprodukten, Holz, Papier und anderen Rohstoffen führt zu Waldschäden und Waldverlusten. Dabei sind Hunderte Millionen von Menschen weltweit auf Wälder angewiesen“, erklärt László Maráz, der Koordinator der AG Wald des Forum Umwelt & Entwicklung. Nach einer Studie der Umweltorganisation FERN importieren alleine die EU-Mitgliedsstaaten jährlich Agrar- und Holzprodukte im Wert von 6 Milliarden Euro, die aus illegaler Waldnutzung in den Tropen stammen. Die EU muss einen Aktionsplan starten und sich gegen die Entwaldung engagieren, die vor allem durch die Erzeugung von Agrarprodukten verursacht wird. Mit dem Verbrauch von Produkten aus Palmöl, Soja als Tierfutter, Rindfleisch und Leder wird …

The Future of Paper

denkhausbremen engagiert sich im Vorstand des Europäischen Papiernetzwerks EEPN. Nachfolgend eine aktuelle EEPN-Pressemitteilung. Fragen zum EEPN beantworten wir gerne. Weitere Informationen finden Sie auf der EEPN-Website. Nachfolgend eine aktuelle EEPN-Pressemitteilung:   Pressemitteilung des European Environmental Paper Network (EEPN): The Future of Paper                                                                                                                 30. Januar 2015   Anlässlich der Messe Paper World, die vom 31.1. bis zum 3.2. 2015 in Frankfurt stattfindet, präsentiert das European Environmental Paper Network (EEPN) seine Vision für eine nachhaltige Papierproduktion (Future of Paper) als Youtube-Video. Der Film veranschaulicht, dass wir den Papierkonsum für eine nachhaltige und gerechte Zukunft überdenken und verändern müssen. Der Clip ist das Ergebnis eines internationalen Prozesses, an dem sich im vergangenen Jahr weltweit 140 Organisationen beteiligt haben, um gemeinsam eine Global Paper …

Studie zu Palmöl aus Liberia

denkhausbremen hat für das Forum Umwelt und Entwicklung in Berlin eine Studie zur problematischen Entwicklungen bei der Landnutzung in Liberia erstellt. Nachdem es für die großen Palmölkonzerne aus Südostasien immer schwieriger wird, in ihren Heimatregionen neue Flächen für die industrielle Plantagenproduktion zu erschließen, drängt es die Multis nach Afrika. Nationen wie Liberia sehen sich mit Expansionsplänen im großen Maßstab konfrontiert. Dabei kommen vor allem die traditionellen Landrechte der lokalen Bevölkerung unter die Räder. Hier geht es zum Download (6,3 MB).

Metamorphosis of destructive logging companies

By Peter Gerhardt The German version of this post can be found here. This article was published as well on The Ecologist, World Rainforest Movement Bulletin, Redd Monitor, Welt-Ernährung und Robin Wood Blog. – It sounds like a fairy tale. Multinational companies destroy forests and trample on human rights. Then, international environmental organisations come into play and transform the culprits into responsible companies within just a few months. Multinational palm oil, pulp and paper companies such as Wilmar, Golden Agri, APRIL (Asia Pacific Resources International Limited) or APP (Asia Pulp and Paper) have already completed the magic metamorphosis from destroyers to protectors of the Indonesian rainforest. All of these companies now sport a „zero deforestation policy“. Similar promises have also been made by consumer goods giants like Nestle, Unilever, Mars, L’Oreal, Procter & Gamble and Colgate-Palmolive, who require palm oil as a raw material for their products. Greenpeace, WWF and Co. appear to have success in what Indonesian environmental groups have been struggling to achieve for years, that is persuading notorious rainforest destroyers to make improvements. The scripts …