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Workshop in Bremen: Degrowth und Gerechtigkeit in der Praxis

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Expert*innen und Aktivist*innen aus Umweltverbänden, Wissenschaft und wachstumskritischen Bewegungen kamen am 18. Februar 2016 in Bremen beim Dialog Degrowth zusammen. Dies war bereits der zweite Workshop im Rahmen dieses Projekts – die Auftakt-Veranstaltung fand am 17. November 2015 in Berlin statt. Das von denkhausbremen gesteuerte Vorhaben wird vom Umweltbundesamt gefördert. Projektpartner ist das Forum Umwelt und Entwicklung. Bei dem Projekt sollen konkrete Umsetzungsmöglichkeiten mit den Umweltverbänden entwickelt werden, um das Wachstumsdogma der Wirtschaft zu thematisieren. Impulsvorträge von renommierten Gästen lieferten die Grundlagen für engagierte Diskussionen:

Niko Paech: “Grundzüge der Postwachstumsökonomie”
Niko Paech ist Professor an der Universität Oldenburg am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt sowie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac Deutschland.

Beate Zimpelmann: „Degrowth – mit den Gewerkschaften in die Mitte der Gesellschaft?“
Beate Zimpelmann ist Professorin an der Hochschule Bremen für “Praxis der Politik” und Leiterin der Koordinationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.

Jutta Kill: “Degrowth und soziale Gerechtigkeit”
Jutta Kill ist Biologin und Aktivistin und war u. a. Koordinatorin der Waldkampagne bei urgewald und Kampaignerin bei der Organisation FERN.

Wolfgang Lohbeck: “Popularisierung von Umweltthemen – Lernen von erfolgreichen Beispielen”
Wolfgang Lohbeck ist langjähriger Verkehrs-Kampaigner bei Greenpeace und war u.a. Initiator des 3-Liter-Autos “Smile” und des FCKW-freien Kühlschranks.

Lutz Fähser: “Degrowth und Primärproduktion (Forstwirtschaft)”
Lutz Fähser war u. a. viele Jahre Leiter des Forstamtes Lübeck und hat dort das “Lübecker Modell” einer naturnahen Waldbewirtschaftung etabliert.

Die Dialogplattform wird bis 2018 fortgeführt. “Wir freuen uns auf weitere spannende Diskussionen und sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den Projektteilnehmer*innen Akzente für die Verbände-Praxis entwickeln können”, sagt Peter Gerhardt von denkhausbremen.