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Visual Story zu Hygienepapier: „Eine saubere Sache?“

Toilettenpapier, Binden und Taschentücher sind eine scheinbar harmlose Alltäglichkeit. Erst bei genauerem Hinsehen werden die Schattenseiten der Herstellung von Hygienepapier-Produkten deutlich. Denkhausbremen hat eine Visual Story erstellt – über grüne Wüsten, Landraub, Dioxine in Tampons… und was wir alle für mehr Nachhaltigkeit tun können: www.hygienepapier.denkhausbremen.de  

denkhausbremen startet Bioökonomie-Projekt

Das Zeitalter der fossilen Rohstoffe neigt sich dem Ende zu. Auch der Vorrat an weiteren Bodenschätzen ist endlich und erschöpft sich zusehends. Die Menschheit wird verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen müssen. Für eine mit biogenen Ressourcen gespeiste Wirtschaft hat sich der Begriff Bioökonomie etabliert. Auf nationaler und europäischer Ebene haben Politik und Wirtschaft bereits finanziell großzügig ausgestattete Forschungsprogramme implementiert und Bioökonomie-Strategien erarbeitet. Die Diskussionen über politischen Weichenstellungen und die Formulierung von Forschungszielen finden bislang weitgehend exklusiv in wissenschaftlichen Fachkreisen statt. Bis auf wenige Ausnahmen sind die bundesdeutschen Umwelt- und Entwicklungsverbände dort nur rudimentär eingebunden. Auch die Einrichtung eines Bioökonomierates konnte die NGO-Partizipation nicht maßgeblich steigern. Es ist zu befürchten, dass eine mögliche Bioökonomie die Ökonomisierung der Natur weiter vorantreibt und biogene Ressourcen auf ihren wirtschaftlichen Nutzen reduziert. Damit einher geht die Gefahr einer kontinuierlichen Expansion von industrieller Land- und Forstwirtschaft zu Lasten des Umweltschutzes. Zudem bringt der Rückgriff auf Biomasse nicht zwangsläufig einen sparsamen Ressourceneinsatz mit sich. Die notwendige ökologische Transformation kann nur gelingen, wenn fossile Rohstoffe nicht einfach eins zu eins durch biogene Rohstoffe …

Andreas Siemoneit: Leistungsloses Einkommen abschaffen

Andreas Siemoneit ist Physiker und Wirtschaftsingenieur. Er arbeitet als Software-Architekt und Berater in Berlin. In einem privaten sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekt befasst er sich mit vermuteten „Wachstumszwängen“ und einer Anthropologie des ökonomischen und politischen Prozesses aus einer liberalen und marktfreundlichen Perspektive. Er ist Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Fördervereins Wachstumswende.   denkhausbremen: Warum sind so viele Menschen in der Wachstumslogik verhaftet? Andreas Siemoneit: Wachstum ist auf der persönlichen Ebene durchaus eine sinnvolle Strategie. Menschen, die mehr haben, können letztlich mehr machen und haben bessere Chancen im Leben und für ihre Kinder. Auch Unternehmen, die wachsen, stehen in der Regel besser da als Unternehmen, die nicht wachsen. Die Wachstumslogik ist also eine sehr attraktive Option. Auf Dauer ist jedoch Wachstum für alle nicht möglich. Ist der Förderverein Wachstumswende, in dem Sie sich im Vorstand engagieren, ein Frontalangriff auf diese Logik? Ja und nein. Wenige stellen in Frage, dass ein wirtschaftliches Wachstum, das auf hohem Ressourcenverbrauch basiert, so ewig weitergehen kann. Als politisches Ziel ist Wachstum jedoch immer noch stark präsent, da viele glauben, dass man nur über Wachstum soziale …

Julika Tribukait: Globale Gerechtigkeit in den Fokus rücken

Julika Tribukait arbeitet für den WWF  als Projektkoordinatorin für Mangroven im Bereich Meeresschutz. Davor war sie in der Entwicklungszusammenarbeit und der Politikberatung im In- und Ausland beschäftigt und hat zu verschiedenen Umweltthemen wie Wasser und Abfall gearbeitet.   denkhausbremen: Wie sind Sie zum Umweltschutz und zu Ihrem Job beim WWF gekommen? Julika Tribukait: Ich habe Geografie studiert, wobei meine Herzensangelegenheit immer die Schnittstelle Mensch-Umwelt war. Danach war ich zunächst in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und habe mich bisher Umweltthemen aus der Entwicklungsperspektive genähert. Jetzt arbeite ich erstmalig für eine Umweltschutz-Organisation. In den Umweltverbänden steht die ökologische Perspektive im Vordergrund. Hier ist es wichtig die sozialen und entwicklungspolitischen Aspekte dennoch ausreichend mitzudenken. Belichtet die Umweltbewegung die Bereiche Menschenrechte und Soziales unter? Meiner Meinung nach sind Umweltfragen und soziale Fragen untrennbar miteinander verbunden. Früher vermittelten die Umweltverbände häufig das Bild, dass die Natur dann gut und geschützt sei, wenn der Mensch darin so wenig wie möglich vorkommt. Das kann aber kein langfristiger Ansatz sein. Dieses Bild ändert sich zunehmend und soziale Faktoren werden bei aktuellen Projekten viel stärker mitgedacht. …

Norbert Reuter: Es geht nicht nur um höhere Einkommen

Norbert Reuter im Gespräch mit denkhausbremen über das Verhältnis der Gewerkschaften zur Wachstumskritik, die Notwendigkeit von Arbeitszeitverkürzungen und was er sich von den Umweltverbänden wünschen würde. Er arbeitet im Bundesvorstand von ver.di und ist dort Leiter der Grundsatzabteilung Tarifpolitik. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Norbert Reuter kritisch mit Wachstumsfragen und der Entwicklung von Industriegesellschaften. Von 2011 bis 2013 war er sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages.  

Protest gegen Unipers Biomasse-Politik auf Aktionärs-Hauptversammlung

(Essen, 08. Juni 2017) denkhausbremen hat gemeinsam mit den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären, Rettet den Regenwald und SOS Foret du Sud auf Unipers Aktionärs-Hauptversammlung protestiert. Der Protest richtete sich gegen die Holz-Biomasse-Politik des Konzerns. Hier geht es zur gemeinsamen Presseerklärung. Nachfolgend dokumentieren wir die Rede von Peter Gerhardt (denkhausbremen), die er auf der Uniper Hauptversammlung in Essen am 08.06.2017 gehalten hat. Folgende Rede hat Nicholas Bell (Collectif SOS Forêt du Sud, Südfrankreich) auf der Uniper Hauptversammlung am 08. Juni 2017 in Essen gehalten: Weitere Information: Rettet den Regenwald hat dazu einen Online-Protest initiiert. Die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre haben einen Gegenantrag zur Uniper Hauptversammlung gestellt.

Gelungener Dialog

Zu unserem ersten Workshop im Rahmen des Dialog Degrowth kamen am 17. November 2015 über 30 VertreterInnen relevanter Umwelt- und Entwicklungsorgansationen und AktivistInnen und WissenschaftlerInnen der wachstumskritischen Bewegung zusammen. Dafür haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten. Wie erwartet war das ein thematisch breit gefächerter erster Aufschlag. Einerseits gab es spannende und informative Theoriekost: Stichworte wie Große Transformation, transzendente Wachstumskritik oder marktdynamische Potenziale wurden in die Diskussion eingeführt. Aber auch konkrete Umsetzungsszenarien kamen zur Debatte. Manche Verbände setzen sich bereits mit wachstumskritischen Themen auseinander und haben einiges davon bereits in praktische Projekte gegossen. Das Thema Wachstum wird den Umwelt- und Entwicklungsverbänden auch in Zukunft nicht erspart bleiben:   Kampagnenerfolge zu Einzelthemen werden durch wirtschaftliche Expansion immer wieder aufs Neue aufgefressen. Es wird Zeit, sich mit den Zusammenhängen auseinanderzusetzen und vor grundsätzlichen Fragen nicht zurückzuschrecken. Folgen des Wirtschaftswachstums wie fortschreitender Flächenfraß von den Alpen bis nach Indonesien sorgen dafür, dass den Umweltverbänden mittelfristig die Umwelt als zu schützendes Objekt abhanden kommen könnte. Wenn der letzte Winkel der Alpen als Funsportkulisse in Wert gesetzt worden ist, dann gibt …

Interview mit der Schrot&Korn

Peter Gerhardt von denkhausbremen im Interview mit der Zeitschrift Schrot&Korn Frage: Wie können deutsche Organisationen den Menschen helfen, die sich in Indonesien, Uganda oder Liberia gegen die Palmölplantagen wehren? Peter Gerhardt: Wir können, indem wir den Scheinwerfer der Öffentlichkeit auf Missstände richten, den Menschen und ihren Organisationen vor Ort, Spielraum verschaffen. Weiter lesen…….