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Tagungsreihe zu Bioökonomie und Biodiversität – Teil 2: Best Practice?

Tagungsreihe: “Bioökonomie im Lichte der Nachhaltigkeit“ wird am 10. und 12. November 2020 fortgeführt

Hier geht es zum Tagungsprogramm für den
10. und 12. November 2020 und zur Anmeldung

Das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte und von denkhausbremen in Zusammenarbeit mit dem BUND durchgeführte Projekt “Bioökonomie im Lichte der Nachhaltigkeit” untersucht, wie eine zukünftige Bioökonomie ausgestaltet sein sollte, damit die ökologischen Belastungsgrenzen nicht überschritten werden. Damit die Bioökonomie nicht zu Lasten der biologischen Vielfalt vorangetrieben wird, braucht es Leitplanken.

Die relevanten Umwelt- und Entwickungsverbände diskutieren und vereinbaren im Rahmen des Projektes, wie eine solche politisch vereinbarte Rahmensetzung aussehen sollte. Dazu veranstaltet das Projekt eine dreiteilige Tagungsreihe, an der neben den Verbänden auch ExpertInnen aus Wissenschaft, Fachbehörden und Politik teilnehmen. Zum Abschluss werden die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der BfN-Skriptenreihe veröffentlicht.

Die erste Tagung im September 2020 beleuchtete den Status Quo von Land- und Forstwirtschaft im Hinblick auf den Erhalt der Biodiversität und leitete mögliche Rohstoffpotenziale für eine zukünftige Bioökonomie ab. Zugleich wurden auch Zielkonflikte diskutiert, die sich aus unterschiedlichen Nutzungsansprüchen an die zur Verfügung stehenden Flächen – wie Biomasseproduktion, Klima- und Biodiversitätsschutz – ergeben. Die TeilnehmerInnen erörterten gemeinsam, wie unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ein verantwortungsvolles Rohstoff-Szenario für eine Bioökonomie aussehen könnte.

Beim zweiten Teil der Tagungsreihe am 10. und 12. November 2020 werden Praxis Beispiele vorgestellt und erörtert, ob hier eine nachhaltige Produktion und Nutzung von Biomasse vorbildlich gelungen ist. Die TagungsteilnehmerInnen diskutieren, welche allgemeingültigen Prinzipien und Strukturen für eine ökologisch verantwortliche und sozial gerechte Rohstoffproduktion sich aus diesen Beispielen ableiten lassen. Die Quintessenz aus diesem Workshop fließt als Grundlage in die dritte und abschließende Veranstaltung dieser Tagungsreihe mit ein.

Welche ordnungspolitischen Rahmenbedingungen, Steuerungselemente und Leitplanken für eine nachhaltige Bioökonomie implementiert werden sollten, das erarbeiten die TeilnehmerInnen der dritten Tagung. Damit die planetaren Grenzen in einer Bioökonomie gewahrt werden, darf deren Entwicklung nicht allein den Mechanismen des Marktes überlassen werden. Damit ökologische Kriterien bei der Rohstoffnutzung adäquat abgebildet und einbezogen werden, ist eine weitergehende Regulierung für eine Bioökonomie unerlässlich.