Stadtbäume bringen Leben und Natur in das triste Betongrau urbaner Räume. Doch sie können noch viel mehr: Sie machen Hitzesommer erträglicher, spenden Schatten, reinigen die Luft und binden klimaschädliches CO₂. Es gibt also viele gute Gründe, sich für Stadtbäume starkzumachen!
Genau das haben viele engagierte Menschen an verschiedenen Orten Bremens Monaten getan. Gemeinsam haben sie Ende letzten Jahres zu Spaten und Gießkanne gegriffen und auf dem Gelände ihres Vereins oder ihrer Gemeinde Bäume gepflanzt. Das hat viel Spaß gemacht.
Nun wachsen dort klimaresiliente Bäume der Arten Edelkastanie (Castanea sativa), Echte Walnuss (Juglans regia), Echte Mehlbeere (Sorbus aria), Blumenesche (Fraxinus ornus), Feldahorn (Acer campestre), Spitzahorn (Acer platanoides), Gemeine Hainbuche (Carpinus betulus), Winterlinde (Tilia cordata). Sie alle sorgen dafür, dass sich die Menschen in der Umgebung auch in Zukunft wohlfühlen können.
Hier stellen wir die am Projekt beteiligten Orte kurz vor.
Die Dietrich Bonhoeffer Gemeinde in Bremen-Huchting ist eine im Stadtteil gut vernetzte Kirchengemeinde mit einem inklusiven Spielplatz auf ihrem Gelände. Gemeinsam mit den Kinder der ansässigen KiTa haben die Kirchenleute hier vier Bäume auf dem Spielplatz direkt an ihrer Kirche gepflanzt.
Der Waller Mitte e. V. ist ein Verein, der ein Gelände im Herzen Walles durch Wohnprojekte und vielfältige Nutzungen lebendig gestaltet. Hier haben Anwohner:innen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen fünf Bäume direkt neben dem ansässigen schulischen Beratungszentrum (ReBUZ) gepflanzt.
Die Klimainitiative Wielandstraße in der östlichen Vorstadt setzt sich für eine Umgestaltung des Straßenraumes zu einer grüneren und klimaresilienten Straße ein. Mit den zwei Bäumen dort haben sie bereits einen kleinen Beitrag dazu geleistet.
Der Sportverein Grambke Oslebshausen (SVGO) ist ein Breitensportverein, der den Menschen in den umliegenden Quartieren ein sportliches Angebot in über 20 Sportarten bietet und eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt. Auf dem Vereinsgelände wurden vier Bäume gepflanzt, um in Verbindung mit Blühwiesen und weiteren Maßnahmen den Sportler:innen und allen Bürger:innen eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Die Lebenshilfe Bremen setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch mit einer geistigen Behinderung so selbstständig wie möglich leben kann. Um das Leben in den Wohngruppen noch ein Stück angenehmer zu machen und die Menschen dort vor Hitze zu schützen, haben Mitarbeiter:innen an drei verschiedenen Standorten in Bremen-Blumenthal, Gröpelingen und Walle insgesamt sechs Bäume gepflanzt.
Im Kinder- und Familienzentrum Pastorenweg in Bremen-Gröpelingen spielen und lernen Kinder in altersgemischten Gruppen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder ihres Entwicklungsstandes. Auf dem Außengelände der KiTa haben Erzieher:innen gemeinsam mit Eltern und Kindern insgesamt drei Bäume gepflanzt, um die sie sich seitdem mit viel Engagement kümmern.
Das Nachbarschaftshaus Helene Kaisen bietet als Bürgerhaus im Herzen Gröpelingens eine Vielzahl von Aktivitäten für die Bewohner:innen des Quartiers. Neben Freizeitgruppen und einem Seniorenbegegnungszentrum gibt es dort auch eine Kindertageseinrichtung. Auf dem Gelände des Bürgerhauses haben Mitarbeiter:innen gemeinsam mit einigen der Kinder eine Esskastanie gepflanzt.
Im Zuge einer Besichtigung nach Ende der sommerlichen Hitze und Trockenheit konnten wir mit großer Freude feststellen: Alle gepflanzten Bäume sind angewachsen, haben das Frühjahr und den heißen Sommer gut überstanden und tragen vitale, grüne Blätter! Das ist alles andere als selbstverständlich und vor allem der sorgfältigen Pflege der Menschen vor Ort zu verdanken, die sich um die Bäume kümmern und sie in der warmen Jahreszeit regelmäßig gießen. Wir sagen: DANKE – und weiter so!
Gefördert durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen.