Alle Artikel in: Bremen erneuerbar

Dialog zu Klima und Kultur gestartet

Zum Auftakt des Projektes „Klimakultur Bremen“ kamen Vertrer:innen von Umweltorganisationen (BUND Bremen, einfach einsteigen, Greenpeace, denkhausbremen) und Kulturschaffende (Theater Bremen, bremer shakespeare company, Stadtkultur Bremen, Orchester des Wandels, Konsonanz) im Innenhof des Bremer Theaters zusammen. Ziel ist es, einen Perspektiven übergreifenden Dialog zwischen Klima- und Kulturakteuren zur Klimakrise zu etablieren und den weiteren Verlauf des KlimaKultur-Projektes zu begleiten. Die Beteiligten tauschen ihre jeweiligen Sichtweisen auf das Thema aus, sprechen über geplante Aufführungen, Veranstaltungen und weitere kulturelle Aktivitäten mit Bezug zu Klimakrise und Nachhaltigkeit ebenso wie über klimapolitische Initiativen der NGOs. Auch das Thema „Betriebsökologie“ kommt auf den Tisch – also die Frage, wie der Kulturbetrieb selbst möglichst schnell klimaneutral und ressourcenschonend arbeiten kann. Es war ein gelungener Start für den weiteren Dialog, bei dem schnell klar wurde: Es gibt viel zu besprechen.  

Aufruf für ein Klimaschutz-Sofortprogramm

Aufruf als PDF hier herunterladen! Anlässlich der Bürgerschaftsberatungen zum weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Enquetekommission Klimaschutz hat ein Bündnis von über 60 Organisationen der Bremer Zivilgesellschaft einen gemeinsamen Aufruf gestartet. Auf Initiative und koordiniert vom Projekt Bremen erneuerbar fordern Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen, Kulturakteure und Quartiersinitiativen die Bremische Bürgerschaft und Landesregierung auf, die Empfehlungen aus der Klima-Enquete nun in der Breite umzusetzen. Schnell realisierbare Maßnahmen sollen im Rahmen eines Bremer „Sofortprogramms Klimaschutz“ noch in diesem Jahr angegangen werden, so das Bündnis. Begleitet wurde der Aufruf am Tag der Debatte durch eine Aktion vor der Bremischen Bürgerschaft. 60 Menschen packten als „Bauarbeiter:innen“ selber an und stapelten die nötigen Bausteine einer Klimawende zu einem Bauwerk für den Klimaschutz auf. Die Aktion und der breite zivilgesellschaftliche Aufruf wurden im Zuge der Bürgerschafts-Debatte aufgegriffen. Auch die Bremer Medien berichteten: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/sofortprogramm-klimaschutz-bremen-buergerschaft-100.html https://taz.de/Klimaschutzstrategie-fuer-Bremen/!5833959/ https://www.butenunbinnen.de/videos/klima-plaene-buergerschaft-bremen-100.html Der BUND Bremen hat ein kurzes Video von der Aktion erstellt:  

Weser Kurier: Gastbeitrag zur Klimapolitik

Mit Taten gegen die Klimakrise Gastkommentar im Weser Kurier von Jonas Daldrup (denkhausbremen), 23. Januar 2022 Es ist vollbracht. Nach anderthalb Jahren Arbeit hat die Bremer Enquetekommission zum Klimaschutz ihren Abschlussbericht vorgelegt. Auf über 350 Seiten finden sich dort zahlreiche Ideen, um den CO2-Ausstoß in Bremen deutlich zu reduzieren. Bis 2038 soll Bremen, mitsamt der Stahlwerke, klimaneutral werden. Das ist erfreulich ambitioniert. Allein: Mit einem ausführlichen Bericht ist fürs Klima noch rein gar nichts gewonnen. Was die vielen Worte am Ende klimapolitisch wert sind, wird sich erst in der konkreten Umsetzung zeigen. Hier braucht es politischen Mut, pragmatisches Handeln und vor allem eine ausreichende Finanzierung der notwendigen Maßnahmen. Eine gesunde Portion Skepsis ist angebracht, ob auf die Handlungsempfehlungen der Klima-Enquete im weiteren politischen Prozess nun schnell Taten folgen. Besonders im Verkehrsbereich traten die Differenzen innerhalb der Landesregierung in der Vergangenheit deutlich zu Tage. So distanzierte sich die SPD denn auch am Tag der Vorstellung des Berichts öffentlichkeitswirksam von der Idee des flächendeckenden Bewohnerparkens und dem Ziel, den Autoverkehr zu reduzieren. Das ist tragisch, weil Bremen …

Klima-Enquete: Ernst machen mit 1,5°!

Am 26.11. fand die letzte – nicht-öffentliche – Sitzung der Enquetekommission Klimaschutz statt, auf der über konkrete Empfehlungen für Klimaschutzmaßnahmen verhandelt wurde. Zusammen mit etwa 70 Menschen aus diversen Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zeigte denkhausbremen Präsenz und trat mit Nachdruck für weitreichende Schritte in Richtung klimaneutrales Bremen ein. Den beteiligten Politiker:innen aus der Enquetekommision wurden symbolisch Eiffelturm-Figuren mit den „warming stripes“ überreicht, um an die Ziele und Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens zu erinnern. Die Verbände und Initiativen, die sich über ein Klimanetzwerk eng miteinander austauschen, werden auch im kommenden Jahr genau hinschauen, wenn es um die Umsetzung der Empfehlungen aus der Klima-Enquete geht. Fotos: Katharina Müller, BUND Bremen  

Podiumsdiskussion zu Globaler Klimagerechtigkeit

Welchen Beitrag kann Bremen leisten, um Ungerechtigkeiten in der Klimakrise zu verringern? Um Fragen wie diese ging es bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerks (BeN), dem Afrika Netzwerk Bremen (ANB), dem BORDA e.V., dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), dem BUND Bremen und denkhausbremen am 6. Oktober 2021. Auf dem Podium diskutierte Projektleiter Jonas Daldrup mit Staatsrat Ronny Meyer (SKUMS), dem Vorsitzenden der Klima-Enquete, Martin Michalik, und Prof. Franziska Müller von der Universität Hamburg. Im Zuge der Veranstaltung wurde deutlich, dass Bremen durch seine Unterstützung von Klimaprojekten in Partnerstädten wie Windhoek oder Durban einen kleinen Beitrag zu mehr globaler Klimagerechtigkeit leisten kann. Die politische Zusammenarbeit zwischen Städten verschiedener Länder gelte es auch im Hinblick auf die aktuelle Arbeit an einer umfassenden Klimaschutzstrategie für das Land Bremen zu institutionalisieren, so der Tenor. Darüber hinaus müsse besonders die praktische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Bremen deutlich stärker forciert werden. Nur so könne ein Industriestandort wie Bremen seiner globalen Verantwortung gerecht werden und auf den Pfad der Pariser Klimaziele kommen, betonte Jonas Daldrup vom Projekt …

Neues Heft: „Wege aus der Klimakrise“

Angesichts der fatalen Überschwemmungen, massiven Waldbrände und immer neuen Hitzerekorden in Deutschland und der Welt ist es umso dringlicher, dass wir alle gemeinsam für eine klimagerechte Zukunft streiten. Dabei sollten wir mit der Suche nach Lösungen vor unserer eigenen Haustür beginnen. Im Projekt „Bremen erneuerbar“ haben wir daher Ideen aus der Zivilgesellschaft gesammelt, mit denen Bremen zu einem Stadtstaat jenseits von Kohle, Öl und Gas werden kann. Ergebnisse aus den Gesprächen und Diskussionen finden sich im neuen Heft „Wege aus der Klimakrise“ – ergänzt durch tolle Porträtfotos der Interviewpartner:innen, Auszüge aus der Veranstaltung mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber und ein fundiertes und umfangreiches Positionspapier mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen für Bremen.

Podiumsdiskussion: Klimapolitik in Krisenzeiten

Nach dem Verfehlen des 40-Prozent-Ziels für 2020 braucht der Klimaschutz in Bremen dringend neue Impulse. Was kann die Politik leisten, um auf den Pfad des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu kommen? Bietet die Corona-Pandemie eine Chance, um die Bremische Wirtschaft für die post-fossile Zeit neu aufzustellen? Was ist mit den Ergebnissen der Enquetekommission Klimaschutz? Darüber diskutieren: Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber und die Bremer Politiker*innen Dr. Maike Schaefer (Bremer Umweltsenatorin, Bündnis 90/Die Grüne ), Nelson Janßen (LINKE), Dr. Magnus Buhlert (FDP), Martin Michalik (CDU) und Dr. Carsten Sieling (SPD). Zeit: 10. Mai 2021, ab ca. 20 Uhr (im Anschluss an den Vortrag „Notfall Weltklima“ von Hans Joachim Schellnhuber) +++ ANMELDUNG +++ https://zoom.us/webinar/register/WN_VxMdykcaSlq-zMn-NsjUog (Gleicher Anmelde-Link für Vortrag und Podiumsdiskussion)  

Hans Joachim Schellnhuber: Notfall Weltklima

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Wie beeinflussen sie die Stabilität des Erdsystems? Welche Veränderungen ergeben sich für die Wirtschaftssektoren? Welche Parallelen können zwischen Klimakrise und Corona gezogen werden? Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber geht im Rahmen des Projektes „Bremen erneuerbar“ und der Vortragsreihe „Bald schon 5 nach 12“ den aktuellsten Fragen der Klimaforschung auf den Grund. Schnellhuber ist Gründer und Direktor Emeritus des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er fungierte u.a. als wissenschaftlicher Berater für Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Papst Franziskus. Mit anschließender Podiumsdiskussion „Klimaschutz in Krisenzeiten“. Zeit: Montag, 10. Mai 2021 um 19 Uhr +++ ANMELDUNG +++ https://zoom.us/webinar/register/WN_VxMdykcaSlq-zMn-NsjUog In Kooperation mit:  

Vortragsreihe zur Klimakrise

Unter dem Motto „Bald schon 5 nach 12“ startet denkhausbremen gemeinsam mit dem BUND, Greenpeace, der KlimaWerkStadt und dem AStA der Uni Bremen eine hochkarätig besetzte Veranstaltungsreihe zu den Auswirkungen der Klimakrise und zu Lösungansätzen für eine nachhaltigere Gesellschaft. Die Vorträge im Einzelnen: 24. Februar 2021 um 19 Uhr Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit an der Berliner Charité Planetary Health – Ein Gesundheitskonzept für Erde und Menschen 10. März 2021 um 19 Uhr Valentin Thurn, Filmemacher (u.a. 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?) Genial Lokal – Was essen wir in Zukunft? 23. März 2021 um 19 Uhr Christian Felber, Begründer der Gemeinwohlökonomie Gemeinwohlökonomie – Geht Wirtschaft(en) auch klimafreundlich? 12. April 2021 um 19 Uhr Annika Joeres, Buchautorin und Journalistin bei ZEIT, SZ, Spiegel und correctiv Die Klimaschmutzlobby – und was wir dagegen tun können 10. Mai 2021 um 19 Uhr // Abschlussveranstaltung „Bremen erneuerbar“ Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Notfall Weltklima – Antworten auf aktuelle Fragen zur Klimakrise + Podiumsdiskussion „Klimapolitik in Krisenzeiten“ mit Hans Joachim …

Schluss mit dem Zeitspiel!

Im Rahmen einer Aktion „Schluss mit dem Zeitspiel“ hat denkhausbremen gemeinsam mit Vertreter*innen von über 30 Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zur Bürgerschaftssitzung am 27.1.2021 ein umfassendes Papier mit Maßnahmen zur Dekarbonisierung Bremens an die klimapolitischen Sprecher der Fraktionen von SPD, Grünen, Linke, CDU und FDP überreicht. In neun Themenbereichen von der Energie- und Verkehrswende über Fragen der Klimagerechtigkeit bis hin zur Bildungspolitik haben Verbände auf Initiative des Projektes „Bremen erneuerbar“ über 50 konkrete Maßnahmen aufgeführt, um Bremen für die Zeit nach den fossilen Rohstoffen aufzustellen. Das Bündnis fordert von der Politik eine schnellere Umsetzung wirksamer Schritte für ein klimaneutrales Bremen und wird die Arbeit von Bürgerschaft und Senat sowie der Enquetekommission Klimaschutz dazu weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten. Einen Bericht im Weser Kurier finden Sie hier.