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Wege ins post-fossile Zeitalter

Die deutsche Bundesregierung arbeitet derzeit an einer neuen Nationalen Bioökonomiestrategie. Mit der sogenannten Bioökonomie soll die erdölbasierte Wirtschaft in eine Ökonomie umgestaltet werden, die auf biologischen, nachwachsenden Rohstoffen beruht. Ziel ist es, die Klimakrise ebenso zu bekämpfen wie die Vermüllung der Meere und die Probleme mit Mikroplastik, die sich allesamt aus der Nutzung fossiler Rohstoffe ergeben. Das klingt vernünftig. Zwar hat das fossile Zeitalter sehr vielen Menschen einen historisch beispiellosen materiellen Wohlstand gebracht. Doch angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel und der Verbreitung von kleinsten Kunststoffpartikeln bis in die entlegensten Naturgebiete der Erde lässt sich kaum bestreiten, dass es nur sinnvoll wäre, wenn wir diese Zeiten hinter uns lassen. Aber was hat die Bioökonomie zu bieten? Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft soll an die Stelle von Kohle, Öl und Gas treten und als neuer Grundstoff für die Industrie dienen. Nun ist unser heutiger Verbrauch von Rohstoffen gigantisch. Unvorstellbare 11 Milliarden Tonnen fossile Ressourcen werden jedes Jahr weltweit gefördert [1]. Gleichzeitig werden schon jetzt über 11 Milliarden Tonnen Biomasse genutzt, als Futtermittel (58 %), Lebensmittel (14 …

Forderungen für ein post-fossiles Bremen

Gemeinsam mit einer Reihe zivilgesellschaftlicher Organisationen haben wir einen Forderungskatalog für ambitionierten Klimaschutz in Bremen und eine Abkehr von fossilen Energien erarbeitet. Das Papier, das sich an die neue Landesregierung von SPD, Grünen und Linken richtet, haben wir SpitzenvertreterInnen der Parteien am 21. Juni überreicht. An diesem Tag standen die Themen Klima und Umwelt auf der Agenda der Koalitionsverhandlungen. Presseberichte zu den Forderungen finden Sie hier und hier.