Europäische NGOs diskutieren Zukunft der Bioökonomie
Am 21. April 2026 kamen in einem Online-Workshop mehr als 50 Policy-Expert:innen und Campaigner:innen von Umweltorganisationen aus ganz Europa zusammen, um über Chancen und Risiken aus der neuen EU-Bioökonomie-Strategie zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei Wälder und holzbasierte Industrien. Zum Auftakt wurde das Konzept der Bioökonomie kritisch beleuchtet. Dr. Joachim Spangenberg (BUND) betonte, dass die Bioökonomie trotz ihres hohen Anteils an Beschäftigung weiterhin zu den weniger innovativen und produktiven Bereichen der EU-Wirtschaft zählt. Gleichzeitig stellte er infrage, ob fossile Rohstoffe und Energiesysteme tatsächlich in großem Umfang durch Biomasse ersetzt werden können, ohne ökologische Belastungsgrenzen zu überschreiten. Sydney Vennin von Fern stellte anschließend die aktuellen Entwicklungen rund um die EU-Bioökonomie-Strategie vor. Viele Teilnehmende äußerten die Sorge, dass die aktualisierte Strategie vor allem bestehende Strukturen fortschreibt: Geplant seien mehr Investitionen und Deregulierung zur Ausweitung der Biomasseproduktion, ohne den Ressourcenverbrauch insgesamt zu senken. Gleichzeitig wurden aber auch Chancen gesehen – etwa beim Abbau von Subventionen für Holzenergie, bei besseren Monitoring-Systemen oder bei der Förderung von Holz aus Dauerwaldwirtschaft. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte der Bioökonomie. Im …










