Alle Artikel in: Bioökonomie

Save the date: Conference „Closing the Biomass Gap“ / 17-19 Nov 2026

We would be delighted to welcome you in Lychen by the lake this November for the European Conference on „Closing the Biomass Gap“. Please save the date! Expert Conference · Germany · 17th–19th November 2026 TIME: 17/11/26  2 pm – 19/11/2026 10:30 am VENUE: 17279 Lychen (one hour north of Berlin) – Schlüßhof 1 NEAREST TRAIN STATION: Fürstenberg (Havel) Closing the Biomass Gap: Shared solutions to meet biomass demand within planetary boundaries The updated EU Bioeconomy Strategy raises urgent questions about the future availability and use of biomass in Europe. As demand for biogenic raw materials continues to grow, the challenge is no longer only how to expand supply — but how to stay within ecological limits while ensuring fair and sustainable resource use. The EU Commission’s Joint Research Centre has concluded that a significant biomass gap is likely to emerge unless decisive action is taken. We want to counter this with solutions. Concrete, constructive — and possibly challenging. denkhausbremen, FERN and Ekoskog therefore invite colleagues, researchers, civil society actors and policy experts to a …

European NGOs Discuss the Future of the Bioeconomy

In a session at the Forest Movement Europe (FME) meeting in Finland from 4–7 May 2026, around 40 campaigners from forest NGOs across Europe continued their exchange on the potential impacts of, and possible entry points for NGO engagement within, the forthcoming EU Bioeconomy Strategy. Building on discussions from an online workshop in April, and with the aim of bridging the gap between abstract bioeconomy strategies and concrete political and economic realities, participants focused on identifying constructive approaches to engaging in the bioeconomy debate from a forest protection perspective. Working in smaller groups, they explored possible sustainable sources of income that could work at scale for people living in forested areas. The discussions highlighted both the opportunities and the challenges of developing rural economic models that are ecologically sustainable and socially viable. In the second part of the session, several speakers reflected on forest-related strategies within a bioeconomy that could support more sustainable wood use and forest management. Karin Nutti Pilflykt from the Saami Council spoke about Saami traditions, noting that the principle is to …

Rohstofflieferant vs. lebendige Wälder: Bioökonomie neu denken

Am 21. April 2026 kamen in einem Online-Workshop mehr als 50 Policy-Expert:innen und Campaigner:innen von Umweltorganisationen aus ganz Europa zusammen, um über Chancen und Risiken aus der neuen EU-Bioökonomie-Strategie zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei Wälder und holzbasierte Industrien. Zum Auftakt wurde das Konzept der Bioökonomie kritisch beleuchtet. Dr. Joachim Spangenberg (BUND) betonte, dass die Bioökonomie trotz ihres hohen Anteils an Beschäftigung weiterhin zu den weniger innovativen und produktiven Bereichen der EU-Wirtschaft zählt. Gleichzeitig stellte er infrage, ob fossile Rohstoffe und Energiesysteme tatsächlich in großem Umfang durch Biomasse ersetzt werden können, ohne ökologische Belastungsgrenzen zu überschreiten. Sydney Vennin von Fern stellte anschließend die aktuellen Entwicklungen rund um die EU-Bioökonomie-Strategie vor. Viele Teilnehmende äußerten die Sorge, dass die aktualisierte Strategie vor allem bestehende Strukturen fortschreibt: Geplant seien mehr Investitionen und Deregulierung zur Ausweitung der Biomasseproduktion, ohne den Ressourcenverbrauch insgesamt zu senken. Gleichzeitig wurden aber auch Chancen gesehen – etwa beim Abbau von Subventionen für Holzenergie, bei besseren Monitoring-Systemen oder bei der Förderung von Holz aus Dauerwaldwirtschaft. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte der Bioökonomie. Im …

EU Bioeconomy Strategy: Growth First, Planet Second?

Now it is finally out! Commissioner Jessika Roswall did not miss the chance to personally present the new EU Bioeconomy Strategy last week at a press conference. It has become the expected document – steeped in the spirit of economic growth, so-called innovations of all kinds, and the dismantling of supposedly hindering regulations, but also with a touch of sustainability and planetary boundaries. Or, to quote the Commission: “Nature itself can become part of Europe’s competitiveness.” The publication of the strategy update represents the end of a process of discussions with NGO colleagues and exchange with staff from the Commission and Parliament. Above all, we contributed to the debate in cooperation with 60 fellow civil society organisations and developed frameworks for a responsible bioeconomy. Moments like this are a good opportunity to draw conclusions about whether one’s own commitment to the process ultimately justifies the outcome. More specifically, it can be checked whether any of our jointly formulated demands have been adequately addressed in the final version of the strategy. Concerning our first point – …

Die Widersprüche der Bioökonomie

Ein Gastbeitrag von Ingrid Jacobsen, Josephine Koch und Stig Tanzmann Das Konzept der Bioökonomie steht vor fundamentalen Widersprüchen Die internationale Bioökonomie-Politik braucht eine Wende Die Auswirkungen der Erderwärmung auf das Weltklima werden immer offensichtlicher. Die Menschheit muss sich aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern befreien, denn deren Verbrennung ist die Hauptursache des Klimawandels, der wiederum massiv das Artensterben beschleunigt. Das gilt für die Energieversorgung genauso wie für den Ersatz von Plastik und anderen erdölbasierten Materialien. Unsere Ökonomie soll daher in großen Teilen auf „Bio“ umgestellt werden, das heißt, nachwachsende statt fossile Rohstoffe zu nutzen. Gleichzeitig soll durch die Bioökonomie die Hungerkrise entschärft und Ernährungssicherheit weltweit erreicht werden. Das hört sich gut an, und tatsächlich birgt die Bioökonomie im Kern große Potentiale. Die Herausforderungen, vor denen das Konzept Bioökonomie steht, haben allerdings noch zugenommen, seitdem es vor 10 Jahren prominent auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) verhandelt wurde. So ist das Ziel, bis 2030 eine Welt ohne Hunger zu erreichen, in weite Ferne gerückt. Nach Erfolgen in der Hungerbekämpfung steigt die Anzahl der …

Building a Better Bioeconomy

Neuausrichtung der EU-Bioökonomiestrategie: Für eine ökologisch und sozial nachhaltige Zukunft Ende 2025 wird die Europäische Union ihre überarbeitete Bioökonomiestrategie vorstellen – ein Schritt mit weitreichenden Folgen für ländliche Räume, Unternehmen, den Klimaschutz und die Wälder Europas und weltweit. Während derzeit eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema läuft, haben denkhausbremen und sein Projektpartner Fern im Rahmen eines von der Europäischen Umweltschutzinitiative (EURENI) geförderten Projekts am 12. Juni 2025 die hochkarätig besetzte Veranstaltung “Building a Better Bioeconomy” im Europäischen Parlament organisiert. Gastgeber:innen der Veranstaltung waren die Europaabgeordneten Maria Ohisalo (Grüne/EFA) und Michal Wiezik (Renew), unterstützt von BirdLife Europe, Oxfam und dem European Environmental Bureau. Das Treffen vereinte über 50 Teilnehmer:innen aus ländlichen Gemeinden, der Wirtschaft, Forstwirtschaft und Zivilgesellschaft verschiedener europäischer Länder mit Vertreter:innen der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments. Das Ziel: Die neue Strategie soll den Weg für eine ökologisch und sozial tragfähige Bioökonomie ebnen. In den Diskussionen wurde schnell deutlich: Die global verfügbare Biomasse ist begrenzt – und wird bereits heute übermäßig genutzt. Dies zeigen etwa die Überschreitungen planetarer Belastungsgrenzen, insbesondere im Bereich der Biodiversität, sowie …

CSOs call for a future-proof EU Bioeconomy Strategy

Bremen, Brüssel – 12. Juni 2025 Positionspapier als PDF hier herunterladen! 60 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern in einem heute veröffentlichten Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung der EU-Bioökonomie-Strategie: Die Bioökonomie der Zukunft muss ökologisch tragfähig und sozial gerecht sein. Die Organisationen kritisieren, dass die derzeitige Bioökonomiepolitik ein überholtes Wirtschaftsmodell fortschreibt, das auf Übernutzung und Verschwendung (etwa durch die Energieerzeung aus Biomasse) basiert. Ein echter Wandel erfordert einen konsequenten Bruch mit dieser Logik. Großflächige Biomasseimporte aus dem globalen Süden sind dabei keine verantwortbare Option. Auch Rest- und Abfallstoffe können den Rohstoffbedarf künftiger Wirtschaftsmodelle bei weitem nicht decken. Eine zukunftsfähige Bioökonomie muss daher vor allem den Ressourcenverbrauch insgesamt drastisch reduzieren. Initiiert wurde das Statement von denkhausbremen, Oxfam, Fern, EPN, Ecodes und vielen weiteren Organisationen, die sich für eine verantwortungsvolle Bioökonomie in Europa engagieren. CSOs call for a future-proof EU Bioeconomy Strategy In light of the revision of the EU Bioeconomy Strategy, civil society organizations are calling for a future bioeconomy that is socially just, ecologically sustainable and economically efficient. There is no doubt that an economy primarily based on fossil …

UIG-Antrag von denkhausbremen: Bundesregierung gibt „NABIS-Studie“ frei

denkhausbremen hat am 18. Februar eine Anfrage auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes (UIG) an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gestellt und darum gebeten, Ergebnisse und Berichte von Forschungsvorhaben zur Nationalen Biomassestrategie zur Verfügung zu stellen. Die für die Nationale Biomassestrategie (NABIS) maßgebliche Studie „Hintergrundinformationen zum Status Quo der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland und zukünftigen Biomassepotenzial für die Erarbeitung der NABIS“ wurde nun als Kurzbericht an denkhausbremen übergeben und steht als Download zur öffentlichen Verwendung bereit. Hier downloaden……. Des weiteren verweist die Bundesregierung auf den BIOSTRAT-Abschlussbericht des Deutschen Biomasseforschungszentrums.  https://www.dbfz.de/nabis Die beteiligten Forschungsinstitute waren damit beauftragt, zu untersuchen, wie die Bundesregierung vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen und konkurrierender Nutzungsansprüche eine nachhaltige Erzeugung und effiziente Nutzung von Biomasse sicherstellen kann. Der Bericht fasst Daten und Szenarien zum Biomassepotenzial in Deutschland zusammen und zeigt, welche Herausforderungen und Nutzungskonflikte bestehen. Im Grundsatz identifiziert die Studie die Notwendigkeit, bei der energetischen Verwendung von Holz und bei der Futtermittelproduktion massiv einzuschränken, um eine zukünftige Versorgungslücke bei Biomasse zu vermeiden.  Zusammengefasst kommen die Forschungsinstitute zu folgenden Ergebnissen.  Status …

NGO Statement: Beyond Bioenergy

NGO Statement als PDF hier herunterladen! Über 80 europäische und internationale zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke haben die Erklärung „Beyond Bioenergy“ ins Leben gerufen, in der die EU aufgefordert wird, das Verbrennen von Bäumen und Pflanzen in ihrer politischen Regulierung der erneuerbarer Energien nicht länger zu belohnen. Stattdessen fordern sie die EU auf, sinnvollere Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse zu forcieren: Mit einer Umsetzung des Kaskadenprinzips, nach dem das Verbrennen von Biomasse zur Energiegewinnung nur noch die allerletzte Stufe der Nutzung darstellt. Die unterzeichnenden Organisationen setzen auf konsistente, effiziente, suffizienzorientierte und faire Politiken, um den Ressourcenverbrauch zu verringern und das Wohlbefinden der Menschen zu steigern – innerhalb der planetaren Grenzen.

Europäische Konferenz: Auf dem Weg zu einer sozial-ökologischen Bioökonomie

Welche politischen Rahmenbedingungen sind notwendig, damit eine zukünftige Bioökonomie in Europa sowohl sozial gerecht als auch ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann? Die von denkhausbremen organisierte Konferenz mit hochkarätigen Gästen versuchte, Antworten auf diese Frage zu geben. Rund 40 Teilnehmer*innen aus neun verschiedenen europäischen Ländern kamen zu einer dreitägigen Klausur in Lychen, nahe Berlin, zusammen. Vertreter*innen von Europäischer Kommission, Bundesregierung, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft diskutierten in Podiumsrunden im Anschluss an zahlreiche Impulsvorträge. Ein künstlerisches Rahmenprogramm rundete die erfolgreiche Veranstaltung ab. Ein zentraler Punkt, der während der gesamten Konferenz betont wurde, war die begrenzte Verfügbarkeit von biobasierten Ressourcen, da Ökosysteme bereits unter Druck stehen – vor allem auch durch den derzeitigen Biomasseverbrauch. Zudem wurde die potenzielle Gefahr angesprochen, dass der sogenannte Globale Süden hauptsächlich als Rohstofflieferant für eine europäische Bioökonomie dienen könnte. Letztlich waren sich die Teilnehmer*innen jedoch einig, dass die Bioökonomie Teil der Lösung sein kann – vorausgesetzt, die richtigen politischen Rahmenbedingungen sind gegeben. Die Diskussionen konnten an aktuelle politische Prozesse anknüpfen, da die EU derzeit ihre Bioökonomiestrategie überarbeitet und plant, bis Ende nächsten Jahres eine …