Autor: jonas

Grüner Erdölersatz aus dem Meer?

Algen – oft unscheinbare ein- oder mehrzellige Pflanzen – zählen zu den ältesten pflanzlichen Organismen und sind auch heute ein wichtiger Bestandteil des Systems Erde. Für die Umwelt spielen sie eine große Rolle, denn durch Photosynthese binden Mikroalgen viel CO₂ und produzieren zugleich Sauerstoff (schätzungsweise 50 % des weltweiten Sauerstoffs produzieren Algen). Außerdem können sich Algen schneller als andere Pflanzen vermehren und sind natürlich biologisch abbaubar. Gerade im Jahr 2022 wird überdeutlich, dass die Menschheit sich von den begrenzt verfügbaren fossilen Rohstoffen abwenden muss und Alternativen dringend nötig sind. Warum also nicht die so nachhaltig erscheinenden Algen umfassend für die Bioökonomie nutzen? Diese Idee nehmen sich auch zahlreiche Forscher*innen und Unternehmer*innen zu Herzen, zurzeit gibt es regelrecht eine Euphorie mit Blick auf Produkte aus Algen. Da wäre beispielsweise eine Verpackung aus Makroalgen für den Take-away Gebrauch in der Gastronomie, die sich im Projekt Mak-Pak am Alfred-Wegener-Institut (AWI) in der Entwicklung befindet. Oder nachhaltigere Kleidung durch Fasern aus Mikroalgen für die Textilindustrie, an denen das Projekte Algaetex arbeitet. Das Green Carbon Projekt der TU München wiederum …

Visuals zum Thema Bioökonomie

Das Aktionsforum Bioökonomie hat in Zusammenarbeit mit der Agentur construktiv Kampagnen-Materialien zum Thema Bioökonomie erstellt. Die vier Animationen und Grafiken thematisieren zentrale Diskussionspunkte der Bioökonomie-Debatte und stehen zivilgesellschaftlichen Organisationen nach Rücksprache für die weitere Nutzung zur Verfügung. Animation „Ich bins, euer Planet“ Grafik „Bio Greenwashing“ Animation „Artensterben“ Grafik „Ausbeutung“  

Aufruf für ein Klimaschutz-Sofortprogramm

Foto: Kim Merinov/einfach einsteigen Anlässlich der Bürgerschaftsberatungen zum weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Enquetekommission Klimaschutz hat ein Bündnis von über 60 Organisationen der Bremer Zivilgesellschaft einen gemeinsamen Aufruf gestartet. Auf Initiative und koordiniert vom Projekt Bremen erneuerbar fordern Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen, Kulturakteure und Quartiersinitiativen die Bremische Bürgerschaft und Landesregierung auf, die Empfehlungen aus der Klima-Enquete nun in der Breite umzusetzen. Schnell realisierbare Maßnahmen sollen im Rahmen eines Bremer „Sofortprogramms Klimaschutz“ noch in diesem Jahr angegangen werden, so das Bündnis. Bremer Aufruf für ein Sofortprogramm Klimaschutz: Begleitet wurde der Aufruf am Tag der Debatte durch eine Aktion vor der Bremischen Bürgerschaft. 60 Menschen packten als „Bauarbeiter:innen“ selber an und stapelten die nötigen Bausteine einer Klimawende zu einem Bauwerk für den Klimaschutz auf. Die Aktion und der breite zivilgesellschaftliche Aufruf wurden im Zuge der Bürgerschafts-Debatte aufgegriffen. Auch die Bremer Medien berichteten: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/sofortprogramm-klimaschutz-bremen-buergerschaft-100.html https://taz.de/Klimaschutzstrategie-fuer-Bremen/!5833959/ https://www.butenunbinnen.de/videos/klima-plaene-buergerschaft-bremen-100.html Zudem hat der BUND Bremen ein kurzes Video von der Aktion gemacht:  

Online-Kongress: Wie viel Bioökonomie verträgt unser Globus?

Digitaler alternativer Bioökonomie-Gipfel am 23. Februar 2022 Was muss eine neue Bundesregierung tun, um die Wirtschaft der Zukunft sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten? Als Heilsversprechen wird an dieser Stelle immer wieder die Bioökonomie ins Spiel gebracht – also eine Wirtschaftsordnung, die mit biologischen Ressourcen betrieben wird. Doch die Biomasse, die Äcker, Wälder und Meere liefern können, ist begrenzt und schon heute stehen die meisten Ökosysteme gewaltig unter Druck. Im Globalen Süden wird die Produktion von Agrargütern teilweise mit schweren Menschenrechtsverletzungen erkauft und in Deutschland bedroht eine zunehmende soziale Spaltung den gesellschaftlichen Frieden. Keine einfache Ausgangslage, um die Wirtschaft der Zukunft zu entwickeln. Letztendlich müssen die viel zitierten Planetaren Grenzen in praktische Politik gegossen werden, ohne dabei die gerechte Verteilung von Rohstoffen außer Acht zu lassen. Expert:innen aus Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Fachbehörden kommen auf diesem Online-Gipfel des Aktionsforums Bioökonomie zusammen, um Leitplanken für eine nachhaltige Zukunft abzustecken. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte folgenden Link: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZwtc-qvrDMqH9buU-jfLKlTrFPWW1ySE-dm Veranstaltung mit Impulsen von u.a.: – Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) – Silvia …

Weser Kurier: Gastbeitrag zur Klimapolitik

Mit Taten gegen die Klimakrise Gastkommentar im Weser Kurier von Jonas Daldrup (denkhausbremen), 23. Januar 2022 Es ist vollbracht. Nach anderthalb Jahren Arbeit hat die Bremer Enquetekommission zum Klimaschutz ihren Abschlussbericht vorgelegt. Auf über 350 Seiten finden sich dort zahlreiche Ideen, um den CO2-Ausstoß in Bremen deutlich zu reduzieren. Bis 2038 soll Bremen, mitsamt der Stahlwerke, klimaneutral werden. Das ist erfreulich ambitioniert. Allein: Mit einem ausführlichen Bericht ist fürs Klima noch rein gar nichts gewonnen. Was die vielen Worte am Ende klimapolitisch wert sind, wird sich erst in der konkreten Umsetzung zeigen. Hier braucht es politischen Mut, pragmatisches Handeln und vor allem eine ausreichende Finanzierung der notwendigen Maßnahmen. Eine gesunde Portion Skepsis ist angebracht, ob auf die Handlungsempfehlungen der Klima-Enquete im weiteren politischen Prozess nun schnell Taten folgen. Besonders im Verkehrsbereich traten die Differenzen innerhalb der Landesregierung in der Vergangenheit deutlich zu Tage. So distanzierte sich die SPD denn auch am Tag der Vorstellung des Berichts öffentlichkeitswirksam von der Idee des flächendeckenden Bewohnerparkens und dem Ziel, den Autoverkehr zu reduzieren. Das ist tragisch, weil Bremen …

Klima-Enquete: Ernst machen mit 1,5°!

Am 26.11. fand die letzte – nicht-öffentliche – Sitzung der Enquetekommission Klimaschutz statt, auf der über konkrete Empfehlungen für Klimaschutzmaßnahmen verhandelt wurde. Zusammen mit etwa 70 Menschen aus diversen Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zeigte denkhausbremen Präsenz und trat mit Nachdruck für weitreichende Schritte in Richtung klimaneutrales Bremen ein. Den beteiligten Politiker:innen aus der Enquetekommision wurden symbolisch Eiffelturm-Figuren mit den „warming stripes“ überreicht, um an die Ziele und Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens zu erinnern. Die Verbände und Initiativen, die sich über ein Klimanetzwerk eng miteinander austauschen, werden auch im kommenden Jahr genau hinschauen, wenn es um die Umsetzung der Empfehlungen aus der Klima-Enquete geht. Fotos: Katharina Müller, BUND Bremen  

Podiumsdiskussion zu Globaler Klimagerechtigkeit

Welchen Beitrag kann Bremen leisten, um Ungerechtigkeiten in der Klimakrise zu verringern? Um Fragen wie diese ging es bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerks (BeN), dem Afrika Netzwerk Bremen (ANB), dem BORDA e.V., dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), dem BUND Bremen und denkhausbremen am 6. Oktober 2021. Auf dem Podium diskutierte Projektleiter Jonas Daldrup mit Staatsrat Ronny Meyer (SKUMS), dem Vorsitzenden der Klima-Enquete, Martin Michalik, und Prof. Franziska Müller von der Universität Hamburg. Im Zuge der Veranstaltung wurde deutlich, dass Bremen durch seine Unterstützung von Klimaprojekten in Partnerstädten wie Windhoek oder Durban einen kleinen Beitrag zu mehr globaler Klimagerechtigkeit leisten kann. Die politische Zusammenarbeit zwischen Städten verschiedener Länder gelte es auch im Hinblick auf die aktuelle Arbeit an einer umfassenden Klimaschutzstrategie für das Land Bremen zu institutionalisieren, so der Tenor. Darüber hinaus müsse besonders die praktische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Bremen deutlich stärker forciert werden. Nur so könne ein Industriestandort wie Bremen seiner globalen Verantwortung gerecht werden und auf den Pfad der Pariser Klimaziele kommen, betonte Jonas Daldrup vom Projekt …

Neues Heft: „Wege aus der Klimakrise“

Angesichts der fatalen Überschwemmungen, massiven Waldbrände und immer neuen Hitzerekorden in Deutschland und der Welt ist es umso dringlicher, dass wir alle gemeinsam für eine klimagerechte Zukunft streiten. Dabei sollten wir mit der Suche nach Lösungen vor unserer eigenen Haustür beginnen. Im Projekt „Bremen erneuerbar“ haben wir daher Ideen aus der Zivilgesellschaft gesammelt, mit denen Bremen zu einem Stadtstaat jenseits von Kohle, Öl und Gas werden kann. Ergebnisse aus den Gesprächen und Diskussionen finden sich im neuen Heft „Wege aus der Klimakrise“ – ergänzt durch tolle Porträtfotos der Interviewpartner:innen, Auszüge aus der Veranstaltung mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber und ein fundiertes und umfangreiches Positionspapier mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen für Bremen.

Podiumsdiskussion: Klimapolitik in Krisenzeiten

Nach dem Verfehlen des 40-Prozent-Ziels für 2020 braucht der Klimaschutz in Bremen dringend neue Impulse. Was kann die Politik leisten, um auf den Pfad des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu kommen? Bietet die Corona-Pandemie eine Chance, um die Bremische Wirtschaft für die post-fossile Zeit neu aufzustellen? Was ist mit den Ergebnissen der Enquetekommission Klimaschutz? Darüber diskutieren: Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber und die Bremer Politiker*innen Dr. Maike Schaefer (Bremer Umweltsenatorin, Bündnis 90/Die Grüne ), Nelson Janßen (LINKE), Dr. Magnus Buhlert (FDP), Martin Michalik (CDU) und Dr. Carsten Sieling (SPD). Zeit: 10. Mai 2021, ab ca. 20 Uhr (im Anschluss an den Vortrag „Notfall Weltklima“ von Hans Joachim Schellnhuber) +++ ANMELDUNG +++ https://zoom.us/webinar/register/WN_VxMdykcaSlq-zMn-NsjUog (Gleicher Anmelde-Link für Vortrag und Podiumsdiskussion)  

Hans Joachim Schellnhuber: Notfall Weltklima

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Wie beeinflussen sie die Stabilität des Erdsystems? Welche Veränderungen ergeben sich für die Wirtschaftssektoren? Welche Parallelen können zwischen Klimakrise und Corona gezogen werden? Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber geht im Rahmen des Projektes „Bremen erneuerbar“ und der Vortragsreihe „Bald schon 5 nach 12“ den aktuellsten Fragen der Klimaforschung auf den Grund. Schnellhuber ist Gründer und Direktor Emeritus des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er fungierte u.a. als wissenschaftlicher Berater für Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Papst Franziskus. Mit anschließender Podiumsdiskussion „Klimaschutz in Krisenzeiten“. Zeit: Montag, 10. Mai 2021 um 19 Uhr +++ ANMELDUNG +++ https://zoom.us/webinar/register/WN_VxMdykcaSlq-zMn-NsjUog In Kooperation mit: