Autor: jonas

buten un binnen: „Unsere Straßen aus Sicht eines Kindes“

Das Video „Unsere Straßen aus Sicht eines Kindes“ lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln und Jelle (3 Jahre) mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zum Kindergarten zu begleiten. Dieser Sichtwechsel wurde von Radio Bremen nun nachvollzogen im Beitrag „Riesige Autos, kein Überblick“, der am 27. November 2022 im Abendprogramm von buten un binnen gezeigt wurde. Ganz großes Dankeschön an Jelle für die Geduld und an Linda Tessarek für die Unterstützung bei der Erstellung des Videos! Hier sehen Sie den Beitrag in der Mediathek von buten un binnen.

Unsere Straßen aus Sicht eines Kindes

Das Video „Unsere Straßen aus Sicht eines Kindes“ lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln und Jelle (3 Jahre) mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zum Kindergarten zu begleiten. Dieser Sichtwechsel veranschaulicht auf eindrucksvolle Art und Weise, welche Hindernisse kleinen Kindern im Straßenverkehr begegnen und was es für den Blick auf die Welt bedeutet, auf Augenhöhe mit Kofferräumen und Motorhauben zu sein…

Fleisch und planetare Gesundheit

OIKOS #9: Das Fleisch. Unter diesem Titel fand am 14. September 2022 eine Diskussionsveranstaltung im Theater Bremen in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Bremen statt, moderiert von Jonas Daldrup von denkhausbremen. Die Journalistin Dr. Maria Mast von ZEIT ONLINE berichtete von ihren Recherchen im Brasilianischen Amazonasgebiet. Für den Anbau von Soja wird dort der Regenwald gerodet, mit katastrophalen Folgen für die Artenvielfalt, das Weltklima und die Menschen vor Ort. Das Soja wird als Tierfutter u.a. nach Deutschland exportiert für die Fleischproduktion. „Warum der Regenwald fürs deutsche Schnitzel brennt“ lautet entsprechend der Podcast-Beitrag, in dem Maria Mast von ihren Eindrücken berichtet. Dr. Lisa Pörtner, Internistin und Ernährungsmedizinerin sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und bei der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), schilderte die Auswirkungen unseres Fleischkonsums auf die planetare Gesundheit wie auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftler:innen hatte sie sich Anfang September mit einem Policy Brief an die Politik gewandt, um für die Förderung einer pflanzenbasierten Ernährungsweise einzutreten. Diese könne einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und für eine lebenswerte Zukunft …

Ukraine-Krieg und die Folgen für die Bioökonomie

Ukraine-Krieg und die Folgen für die Welternährung: Bundesregierung muss Bioökonomie überdenken Positionspapier als PDF hier herunterladen! Der Krieg in der Ukraine verursacht unermessliches Leid: Die dortige Zivilbevölkerung wird vertrieben oder gar getötet. Auch die kämpfenden Soldatinnen und Soldaten erleiden unter der Grausamkeit des Krieges Traumata, Folter und Tod. Jenseits dieses Horrors legt der Krieg erneut die Fehlstellungen des Welternährungssystems gnadenlos offen und verschärft weltweit die chronische Hungerkrise weiter. Besonders betroffen sind die Staaten und Menschen im Globalen Süden, die ihre Ernährungssouveränität verloren haben. Für die nun 828 Millionen Hungernden auf der Welt zeigt sich erneut, dass globale Lieferketten nicht auf ihre Versorgung ausgerichtet sind. Es wird deutlich, wie sich der Hunger weiter verschärft, wenn nervöse Märkte Agrarrohstoffe knapp und teuer werden lassen. Einen ähnlich negativen Effekt hätte ein Umstieg der Industriestaaten von einer fossilen Wirtschaft hin zur Bioökonomie, sofern das industrielle Agrarsystem unverändert fortbesteht und unser Ressourcenverbrauch hoch bleibt. Wohlhabende Länder sowie transnationale Konzerne würden die Weltmärkte leerkaufen, um ihre “grüne” Wirtschaft am Laufen zu halten. Im Fokus der Öffentlichkeit bemüht sich die Bundesregierung momentan …

BfN-Skript zu Leitplanken für die Bioökonomie

Das große Versprechen der Bioökonomie ist es, fossile und mineralische Rohstoffe durch nachwachsende zu ersetzen und mit diesen in Zukunft eine Wirtschaft zu speisen, die ein gutes Leben für alle in Aussicht stellt. Vollkommen unklar ist allerdings, woher die notwendigen Ressourcen dafür kommen sollen. Wie sollte also eine zukünftige Bioökonomie ausgestaltet werden, die sich innerhalb der Tragfähigkeit der Erde und ihrer Ökosysteme bewegt und sozial gerecht ist? In dem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragten Projekt Bioökonomie im Lichte der Nachhaltigkeit sind denkhausbremen und sein Projektpartner BUND dieser Frage nachgegangen. Im neu veröffentlichten BfN-Skript 629 geben die im Projekt konsultierten Expert*innen Auskunft: Über die Gefahren der Bioökonomie für die biologische Vielfalt und welche Rohstoffpotenziale möglicherweise noch erschlossen werden können. Über Erfahrungen aus der Praxis, die möglicherweise positive Ansatzpunkte für einen verantwortungsvollen Einsatz biogener Rohstoffe aufzeigen können. Und nicht zuletzt mit Gedanken zu politischen Steuerungsinstrumenten, die als Leitplanken für eine nachhaltige Bioökonomie dienen können. Denn die Weichen für eine zukunftsfähige Wirtschaft müssen jetzt gestellt werden. Nicht in Sonntagsreden oder wolkigen Grundsatzpapieren – sondern in Form von …

Dialog zu Klima und Kultur gestartet

Zum Auftakt des Projektes „Klimakultur Bremen“ kamen Vertrer:innen von Umweltorganisationen (BUND Bremen, einfach einsteigen, Greenpeace, denkhausbremen) und Kulturschaffende (Theater Bremen, bremer shakespeare company, Stadtkultur Bremen, Orchester des Wandels, Konsonanz) im Innenhof des Bremer Theaters zusammen. Ziel ist es, einen Perspektiven übergreifenden Dialog zwischen Klima- und Kulturakteuren zur Klimakrise zu etablieren und den weiteren Verlauf des KlimaKultur-Projektes zu begleiten. Die Beteiligten tauschen ihre jeweiligen Sichtweisen auf das Thema aus, sprechen über geplante Aufführungen, Veranstaltungen und weitere kulturelle Aktivitäten mit Bezug zu Klimakrise und Nachhaltigkeit ebenso wie über klimapolitische Initiativen der NGOs. Auch das Thema „Betriebsökologie“ kommt auf den Tisch – also die Frage, wie der Kulturbetrieb selbst möglichst schnell klimaneutral und ressourcenschonend arbeiten kann. Es war ein gelungener Start für den weiteren Dialog, bei dem schnell klar wurde: Es gibt viel zu besprechen.  

Grüner Erdölersatz aus dem Meer?

Algen – oft unscheinbare ein- oder mehrzellige Pflanzen – zählen zu den ältesten pflanzlichen Organismen und sind auch heute ein wichtiger Bestandteil des Systems Erde. Für die Umwelt spielen sie eine große Rolle, denn durch Photosynthese binden Mikroalgen viel CO₂ und produzieren zugleich Sauerstoff (schätzungsweise 50 % des weltweiten Sauerstoffs produzieren Algen). Außerdem können sich Algen schneller als andere Pflanzen vermehren und sind natürlich biologisch abbaubar. Gerade im Jahr 2022 wird überdeutlich, dass die Menschheit sich von den begrenzt verfügbaren fossilen Rohstoffen abwenden muss und Alternativen dringend nötig sind. Warum also nicht die so nachhaltig erscheinenden Algen umfassend für die Bioökonomie nutzen? Diese Idee nehmen sich auch zahlreiche Forscher*innen und Unternehmer*innen zu Herzen, zurzeit gibt es regelrecht eine Euphorie mit Blick auf Produkte aus Algen. Da wäre beispielsweise eine Verpackung aus Makroalgen für den Take-away Gebrauch in der Gastronomie, die sich im Projekt Mak-Pak am Alfred-Wegener-Institut (AWI) in der Entwicklung befindet. Oder nachhaltigere Kleidung durch Fasern aus Mikroalgen für die Textilindustrie, an denen das Projekte Algaetex arbeitet. Das Green Carbon Projekt der TU München wiederum …

Visuals zum Thema Bioökonomie

Das Aktionsforum Bioökonomie hat in Zusammenarbeit mit der Agentur construktiv Kampagnen-Materialien zum Thema Bioökonomie erstellt. Die vier Animationen und Grafiken thematisieren zentrale Diskussionspunkte der Bioökonomie-Debatte und stehen zivilgesellschaftlichen Organisationen nach Rücksprache für die weitere Nutzung zur Verfügung. Animation „Ich bins, euer Planet“ Grafik „Bio Greenwashing“ Animation „Artensterben“ Grafik „Ausbeutung“  

Aufruf für ein Klimaschutz-Sofortprogramm

Aufruf als PDF hier herunterladen! Anlässlich der Bürgerschaftsberatungen zum weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Enquetekommission Klimaschutz hat ein Bündnis von über 60 Organisationen der Bremer Zivilgesellschaft einen gemeinsamen Aufruf gestartet. Auf Initiative und koordiniert vom Projekt Bremen erneuerbar fordern Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen, Kulturakteure und Quartiersinitiativen die Bremische Bürgerschaft und Landesregierung auf, die Empfehlungen aus der Klima-Enquete nun in der Breite umzusetzen. Schnell realisierbare Maßnahmen sollen im Rahmen eines Bremer „Sofortprogramms Klimaschutz“ noch in diesem Jahr angegangen werden, so das Bündnis. Begleitet wurde der Aufruf am Tag der Debatte durch eine Aktion vor der Bremischen Bürgerschaft. 60 Menschen packten als „Bauarbeiter:innen“ selber an und stapelten die nötigen Bausteine einer Klimawende zu einem Bauwerk für den Klimaschutz auf. Die Aktion und der breite zivilgesellschaftliche Aufruf wurden im Zuge der Bürgerschafts-Debatte aufgegriffen. Auch die Bremer Medien berichteten: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/sofortprogramm-klimaschutz-bremen-buergerschaft-100.html https://taz.de/Klimaschutzstrategie-fuer-Bremen/!5833959/ https://www.butenunbinnen.de/videos/klima-plaene-buergerschaft-bremen-100.html Der BUND Bremen hat ein kurzes Video von der Aktion erstellt:  

Online-Kongress: Wie viel Bioökonomie verträgt unser Globus?

Digitaler alternativer Bioökonomie-Gipfel am 23. Februar 2022 Was muss eine neue Bundesregierung tun, um die Wirtschaft der Zukunft sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten? Als Heilsversprechen wird an dieser Stelle immer wieder die Bioökonomie ins Spiel gebracht – also eine Wirtschaftsordnung, die mit biologischen Ressourcen betrieben wird. Doch die Biomasse, die Äcker, Wälder und Meere liefern können, ist begrenzt und schon heute stehen die meisten Ökosysteme gewaltig unter Druck. Im Globalen Süden wird die Produktion von Agrargütern teilweise mit schweren Menschenrechtsverletzungen erkauft und in Deutschland bedroht eine zunehmende soziale Spaltung den gesellschaftlichen Frieden. Keine einfache Ausgangslage, um die Wirtschaft der Zukunft zu entwickeln. Letztendlich müssen die viel zitierten Planetaren Grenzen in praktische Politik gegossen werden, ohne dabei die gerechte Verteilung von Rohstoffen außer Acht zu lassen. Expert:innen aus Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Fachbehörden kommen auf diesem Online-Gipfel des Aktionsforums Bioökonomie zusammen, um Leitplanken für eine nachhaltige Zukunft abzustecken. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte folgenden Link: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZwtc-qvrDMqH9buU-jfLKlTrFPWW1ySE-dm Veranstaltung mit Impulsen von u.a.: – Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) – Silvia …