Alle Artikel in: Bremen spart Papier

Posteraktion mit Bürgermeisterin Karoline Linnert gestartet

Gemeinsam mit Finanzsenatorin Karoline Linnert gab Jonas Daldrup von der Organisation denkhausbremen den Startschuss für eine Posteraktion zum Thema Papiersparen in Bremen. Die Botschaft auf den Plakaten, mit denen ab sofort in Bremer Behörden für den sparsamen Umgang mit Papier geworben wird, lautet: „Wir sollten das Papiermonster nicht weiter füttern!“ Gemeinsam können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung in Bremen viel erreichen: Wenn jeder Beschäftigte täglich nur 1 Blatt Papier weniger nutzt, können schon über 700.000 Liter Wasser und über 100.000 kWh Energie gespart werden. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz! Deshalb motivieren die Plakate dazu, Dokumente beidseitig auszudrucken oder Fehlkopien als Notizpapier ein zweites Leben zu schenken. Projektleiter und Initiator der Aktion Jonas Daldrup von denkhausbremen freut sich über die breite Unterstützung: “Mit der Senatorin für Finanzen, dem Senator für Umwelt, Immobilien Bremen, Universität und Hochschule Bremen haben wir starke Partner an Bord. Damit erreichen wir die Menschen der öffentlichen Verwaltung in der Breite. Papiersparen ist Klimaschutz, ganz praktisch vor Ort, hier in Bremen.” Über 500 Plakate, von denen ein gefräßiges Papiermonster herablächelt, werden …

Christian Weber: Papierverbrauch im Bremer Parlament minimieren

  Die Bremische Bürgerschaft ist motiviert, beim Papiersparen voranzugehen. Im Gespräch erläutert Parlamentspräsident Christian Weber, dass ökologische Gründe dabei ebenso eine Rolle spielen wie finanzielle Erwägungen. Dass nicht benötigte Papierdokumente gleich im Papierkorb landen, könne nicht Sinn der Sache sein. Weber sieht die Bürgerschaft in einer Vorbildrolle: Auch Unternehmen könnten beim Papiersparen mitmachen, jede Bürgerin und jeder Bürger einen persönlichen Beitrag für die Umwelt leisten.

Papierlose Verwaltung – Die Stadt Gouda macht es vor

Eine papierlose Verwaltung ist möglich. Im neuen Rathaus der niederländischen Stadt Gouda bearbeiten die Mitarbeiter Bürgeranfragen jeder Art – und das ohne Papier. Der gesamte Papierbestand dort wurde digitalisiert, jeder Mitarbeiter durfte nicht mehr als einen laufenden Meter alter Akten behalten. Heute werden alle Sitzungen mit Tablet Computern bestritten, statt Aktenordner zu tragen sind alle nötigen Dokumente elektronisch abrufbar. Nicht zuletzt wird im Rathaus von Gouda durch papierloses Arbeiten viel teurer Büroraum eingespart. Auch Bremen ist bereits mit konkreten Schritten auf dem Weg, Papier zu sparen: Die Bremische Bürgerschaft möchte in Zukunft digital arbeiten und den Druck von Unterlagen auf Papier noch in diesem Jahr einstellen. Die Bremische Verwaltung setzt ebenso immer stärker auf digitale Arbeitsabläufe und führt nach und nach Systeme zur elektronischen Aktenführung ein. Das macht vieles leichter und effizienter – nicht zuletzt spart es wertvolle Ressourcen und schont die Wälder.

Jan Saffe: Papiersparen ohne Verzicht

Papier ist auch in der politischen Arbeit allgegenwärtig. Mit dem Bremer Abgeordneten der Grünen, Jan Saffe, sprach denkhausbremen über seine persönlichen Erfahrungen aus der Bremischen Bürgerschaft, den Genuss, gedruckte Texte zu lesen, und über die Nachteile eines verschwenderischen Umgangs mit Papier. In vielen Bereichen sieht er Möglichkeiten zum Papiersparen, ohne groß Verzicht üben zu müssen. denkhausbremen: Herr Saffe, wenn Sie an Papier denken, was kommt Ihnen dabei in den Sinn? Jan Saffe: Papier ist eine wunderbare Sache. Man kann es etwa nutzen, um Briefe und Postkarten zu schreiben, man kann Dinge darin einwickeln. Papier hat viele positive Seiten. Andererseits empfinde ich die Papiermenge mittlerweile als Übermaß. Da es sehr billig herzustellen ist, wird es sehr großzügig verwendet, ja regelrecht vergeudet. So viele Bäume, Energie, Wasser – jede Menge Ressourcen werden verbraucht für irgendwelchen Blödsinn. Häufig nicht einmal Recyclingpapier, sondern Frischfasern mit noch größeren Umweltfolgen. Da ließe sich im digitalen Zeitalter schon eine ganze Menge reduzieren.  Wieviel Papier haben Sie denn als Abgeordneter der Bürgerschaft täglich in den Händen? Wenn ich mir anschaue, welche Papierberge an …

Bremer Politiker engagieren sich für Papiersparen

Gemeinsam mit denkhausbremen starteten vier Bürgerschaftsabgeordnete einen Versuch: Vier Wochen lang haben sie alle Werbung und weitere ungefragte Post gesammelt, die täglich ihre Briefkästen in der Bürgerschaft füllt. Das Ergebnis ist bemerkenswert: In einem Monat sammelten sich 17 kg Papier an, auf den Landtag hochgerechnet sind das über 4 t Papiermüll im Jahr. „Die Papiermenge ist schon erschreckend“, bewertet Jonas Daldrup vom Projekt „Bremen spart Papier“ die Zahlen. „In einem Jahr häuft sich da ein DIN A4-Stapel an, der annähernd so hoch ist wie der Bremer Dom! Papier, das für die Tonne produziert wird“, so Daldrup. Denn der allergrößte Teil dieser Zeitschriften und Prospekte lande ungesehen im Papierkorb. „Papiersparen ist ein wichtiges Anliegen“, findet auch Jens Crueger von der Bremer SPD. „Als Parlament gehen wir voran und arbeiten künftig weitgehend papierlos, mit digitalen Dokumenten. Auch das Papier für die unerwünschte Werbung in unseren Postfächern ließe sich getrost sparen.“ Die Aktion macht auf ein Thema aufmerksam, das auch Privathaushalte betrifft. Täglich landet massenweise Papier in Form von Prospekten und Werbesendungen in den Briefkästen. „Während Werbung per …

Mehrwegbecher statt Papiermüll!

Im Anschluss an den Internationalen Tag des Waldes fordert Denkhaus Bremen gemeinsam mit über 140 weiteren Umweltverbänden wie Greenpeace, WWF und Robin Wood eine Verringerung des Papierverbrauchs durch Wegwerfbecher. Als internationales Environmental Paper Network (EPN) hatten die Organisationen für Mittwoch, 22. März zu einem weltweiten Aktionstag gegen Wegwerfbecher aufgerufen. Mit den Aktionen soll auf die negativen Folgen für Mensch und Umwelt hingewiesen werden, die mit der Herstellung der Becher verbunden sind. Zugleich wird demonstriert, dass es längst nachhaltige Alternativen gibt. Anlässlich des Aktionstages fordert Denkhaus Bremen die Einführung eines Mehrwegsystems für Trinkbecher auch in Bremen. In vielen Städten gebe es bereits Projekte, die den Coffee to go im Pfandbecher anbieten. „Städte wie Berlin, Freiburg oder Tübingen zeigen einen Weg auf, den Kaffee unterwegs ressourcenschonender zu genießen. Durch weniger Papiermüll sparen wir Chemikalien und Wasser ein, schonen die Wälder und das Klima. So ein System für Mehrwegbecher wäre auch für Bremen wünschenswert“, sagt Jonas Daldrup. Für Denkhaus Bremen betreut er das Projekt „Bremen spart Papier“, mit dem Initiativen zum Papiersparen in Bremen gefördert werden sollen. Er …

Mandy Haggith: „Unsere Gesellschaften gehen verschwenderisch mit Papier um.“

denkhausbremen ist im internationalen NGO-Verbund Environmental Paper Network aktiv. Ein Statement von Mandy Haggith, der Sprecherin des Netzwerks, zum Thema Papier: „Unsere Gesellschaft geht verschwenderisch mit Papier um – dabei haben Produktion und Entsorgung massive negative Folgen für die Menschen, die Wälder und das Klima. Weltweit werden täglich mehr als 1 Mio. Tonnen Papier verbraucht, das meiste davon in kurzlebigen Produkten von geringem Wert, wie Verpackungen, Werbesendungen, Einwegbecher und ungelesene Zeitschriften. Während Druckerzeugnisse wie Zeitungen in Europa und Amerika zurückgehen, überwiegt der zeitgleiche Anstieg von Verpackungen und Hygieneartikeln in der Ressourcenbilanz. Der fortschreitende Ausbau der Zellstoffproduktion erhöht den Druck auf die Wälder, einschließlich der letzten verbliebenden intakten Waldlandschaften. Die Papierherstellung verbraucht riesige Mengen an Wasser und Chemikalien und ist eine der wesentlichen Ursachen für Umweltverschmutzung, die sogar mehr Treibhausgase ausstößt als der globale Flugverkehr. Nicht zuletzt hat es negative soziale Folgen, wenn Zellstoff-Konzerne die Land- und Gemeinschaftsrechte der lokalen Bevölkerungen in Ländern wie Indonesien, Mosambik, Chile, Russland und Brasilien missbrauchen.“ Mehr zum Environmental Paper Network: www.environmentalpaper.eu

denkhausbremen macht gemeinsam mit Bremer Politikern den Praxistest

Im Rahmen seines Projektes „Bremen spart Papier“ hat Denkhaus Bremen Kontakt mit Politikern der Fraktionen in der Bürgerschaft aufgenommen. Ziel der Gespräche ist es, gemeinsam über Möglichkeiten zum Papiersparen in der politischen Arbeit nachzudenken. In Zusammenarbeit mit vier der Abgeordneten geht das Projekt aktuell der Frage nach: Wie hoch ist der Papierverbrauch durch Werbesendungen und andere ungefragte Post, die in den Briefkästen der Abgeordneten landet – für die parlamentarische Arbeit aber nicht gebraucht wird und daher meist direkt in Papierkorb wandert? Die Ergebnisse dieser Erhebung werden in Kürze vorgestellt. Das Thema Papier hat in Bremen Konjunktur. Die Bremische Bürgerschaft bereitet derzeit die Einführung eines digitalen Dokumentensystems vor, um so Papier zu sparen. Bislang werden alle Papiere für Plenarsitzungen und Ausschüsse in gedruckter Form an die Abgeordneten und Mitarbeiter verteilt. In Zukunft sollen die Unterlagen für die Parlamentsarbeit dann digital verfügbar sein – noch für dieses Jahr ist die Umstellung geplant. Im neuen System sind gewünschte Dokumente für alle Abgeordneten flexibel abrufbar und erleichtern so die politische Arbeit. Vor allem aber kann damit der Bremer Papierverbrauch …

Statement Finanzsenatorin Karoline Linnert: Beim Papiersparen Vorbild sein

„Auch in Zeiten digitaler Medien ist der Papierverbrauch in Deutschland hoch. Jedes Jahr werden in Deutschland 20 Millionen Tonnen Papier verbraucht, das sind 250 kg pro Bürgerin und Bürger. Für uns in Bremen spielt der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Papier eine wichtige Rolle. Zwar hat die Bremer Kernverwaltung im Jahr 2015 insgesamt 58.829.500 Blätter Din A4-Papier verbraucht. Über 90 Prozent davon bestand aber immerhin aus Recyclingpapier. Auch die Bremer Schulen haben zu über 90 Prozent Recyclingpapier genutzt. Als Finanzsenatorin bin ich für die Beschaffung der öffentlichen Hand zuständig. Mir liegt sehr am Herzen, dass wir in der öffentlichen Verwaltung möglichst nachhaltig wirtschaften und unsere natürlichen Ressourcen schonen. Deshalb spielt das Thema Recycling-Papier für mich eine wichtige Rolle. Die Initiative Pro Recyclingpapier hat festgestellt, dass Bremen – bei einem Gesamtverbrauch von gut 110 Millionen Blättern Papier in der Bremer Verwaltung, den Schulen und allen Hausdruckereien im Jahr 2015 – durch den Einsatz von Recyclingpapier (rund 100 Mio. DIN A4-Blätter, also gut 90 Prozent) im Vergleich zu Frischfaserpapier rund 16 Millionen Liter Wasser und ungefähr 3,3 …