Butter bei die Fische: Was die Umweltbewegung tun kann, wenn die Gesellschaft andere Sorgen hat.
Es lief schon mal besser für den Umwelt- und Klimaschutz – und damit für die Umweltverbände. Zwar hält nach wie vor eine breite Mehrheit der Bevölkerung Umweltschutz für notwendig und wichtig. Doch das Thema ist längst aus den Top-Prioritäten gerutscht. Gleichzeitig schrumpft der Spielraum für kritisches gesellschaftliches Engagement, während Demokratien unter Druck geraten. Für die Umweltbewegung ist das eine herausfordernde Gemengelage. Darüber wollen wir ins Gespräch kommen – mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus den Verbänden und Impulsen von außen. Die Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamtes (UBA) ist so etwas wie der Pulsmesser der Umweltpolitik in Deutschland. Seit 2022 zeigt sie einen klaren Trend: Die Bedeutung von Umweltthemen nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung ab. Gesundheit, Bildung, soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Entwicklung und die Angst vor Krieg rücken dafür in den Vordergrund. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Klimaschutz – bis vor Kurzem noch ein zentrales politisches Projekt. Greta Thunberg hat in Davos den Mächtigen die Leviten gelesen, Panik angeordnet, und die von ihr inspirierten Fridays-for-Future-Demos waren Massenevents. Angela Merkel galt als selbsternannte Klimakanzlerin. Klima war überall! Mittlerweile – …










