Autor: michael.gerhardt

Brief an den Bürgermeister

Guten Tag Herr Böhrnsen, (…) Wir beziehen uns auf den aktuellen Koalitionsvertrag: Auf Seite 27 wurde die Absicht formuliert, biologische, regionale und artgerechte Landwirtschaft in Bremen zu fördern. Ferner hält der Vertrag fest, dass das Projekt “Biostadt Bremen zur regionalen, umweltbewussten und gesunden Ernährung” auf den Weg gebracht wird. (…) Hier klicken für den vollständigen Offenen Brief (pdf)

Bremer Krankenhäuser wollen Bio

Das Projekt bremer-speiseplan.de befindet sich im Dialog mit der Gesundheit Nord, Klinikverbund Bremen. Dem Verbund gehören die Krankenhäuser Bremen-Mitte, Bremen-Nord, Bremen-Ost sowie das Klinikum Links der Weser an. In einem Scheiben vom 12.06.2014 äußert sich der kaufmännische Geschäftsführer Tomislav Gmajnic zu folgenden Themen: Biofleisch in der Krankenhausverpflegung: 1. Die Küchen der Gesundheit Nord befinden sich derzeit in der Vorbereitung auf die Biozertifizierung. 2. Die Zertifizierung erfordert einen hohen Aufwand: u.a. getrennte Lagerhaltung, Verarbeitung und Dokumentation von Bio-Produkten sowie Änderung der Rezepturen. 3. Eine konkrete Aussage, wann eine solche Zertifizierung vorliegt, kann noch nicht getroffen werden. 4. Nach Erhalt der Zertifizierung wird ein erhöhter Bioanteil angestrebt. Dabei ist noch offen, ob es auch zertifiziertes Biofleisch auf dem Speiseplan geben wird. Fleisch aus der Region in der Krankenhausverpflegung: 1. 80 bis 90% des Fleisches werden von regionalen Erzeugern geliefert. 2. Namentlich genannt werden u.a. die Lieferanten Safft, Röpke und Badenhop. 3. Die Gesundheit Nord definiert regional wie folgt: “…innerhalb Deutschlands… wenn möglich im Norddeutschen bzw. Mitteldeutschen Raum”.

Mehr Bio in Bayern!

Die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG) hat uns über folgende spannende Entwicklung in Bayern informiert: In einer aktuellen Presseerklärung des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) des bayerischen Landwirtschaftsministeriums heißt es: „Mehr regionale Ökoprodukte aus Bayern – das ist das Ziel der bayerischen Initiative BioRegio 2020 des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Dessen Vertreter erläutern wie durch Förderung von Bildung, Beratung, Forschung und Vermarktung Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung motiviert und unterstützt werden sollen, vermehrt auf regionale Ökoprodukte in der Küche zu setzen.“ weiter

PETA Aktion in Bremer City

Verstörender Anblick am Pfingstsamstag in der Bremer Fussgängerzone: Mit einer Schock-Installation protestierten die Tierschützer von PETA gegen Fleischkonsum, der systematische Tierquälerei verursache. Damit verbunden seien Qualzucht, tierunwürdige und beengte Haltung sowie brutale Schlachtmethoden, so PETA.

Debatte spitzt sich zu

Die Debatte um Bio-Essen in Bremer Kantinen spitzt sich zu: Die Grüne Fraktion in der Bremer Bürgerschaft ist mit einem eigenen Antragsentwurf auf die SPD-Fraktion zugegangen. Dieser forderte den Senat auf, bis Herbst 2014 ein Konzept vorzustellen, wie bis zum Jahr 2020 die öffentliche Beschaffung von Nahrungsmitteln komplett ohne Produkte “aus der Intensivlandwirtschaft und der Massentierhaltung” zu bewerkstelligen ist. Die SPD in der Bürgerschaft wies den Antragsentwurf zurück. Gründe für die Ablehnung seien eine befürchtete Kostensteigerung für die Kantinenmahlzeiten sowie juristische Bedenken in Bezug auf EU-Recht (taz Nord/Bremen vom 18.05.14). Michael Gerhardt von bremer-speiseplan.de begrüßt, dass dieses Thema jetzt in der politischen Arena engagiert diskutiert wird. “Wir sind darüber hinaus mit Kantinenbetreibern im Gespräch und diskutieren mit Bremer Behörden erste Schritte in Richtung verantwortungsvollem Fleischeinkauf.”

SPD, CDU, Grüne und Bioverbände

bremer-speiseplan.de hat zahlreiche persönliche Hintergrundgespräche mit der Bremer Politik und mit Verbänden für ökologische Landwirtschaft geführt. Wolfgang Jägers, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, unterstützt den Gedanken, dass in Bremer Kantinen verantwortungsvoll produziertes Fleisch aus der Region auf den Tisch kommt und die Essenspreise trotzdem für alle bezahlbar bleiben. Der Sprecher für Landwirtschaft der CDU-Fraktion Frank Imhoff bewertet konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichrangig. Beim Fleischbezug für die Bremer Kantinen setzt er ebenfalls auf eine Förderung der regionalen Landwirte. Fleisch aus industrieller Massentierhaltung lehnt Jan Saffe, agrarpolitischer Sprecher der Grünen, grundsätzlich ab. Bremen solle seine Marktmarkt beim Fleischeinkauf für die Förderung der ökologischen Landwirtschaft nutzen. Der Ökolandbau-Verband Naturland bekräftigte gegenüber bremer-speiseplan.de, dass er bei Anfragen von Bremer Kantinen mit Hilfe seiner Marktgesellschaft zahlreiche Bezugsquellen für Fleisch mit seinem Bio-Siegel vermitteln könne. Der Bioland-Verband Niedersachsen/Bremen unterstrich ebenfalls seine Kompetenz in der Belieferung von Kantinen und Restaurants.

Bremer Speiseplan geht online!

Heute startet die Plattform bremer-speiseplan.de. Dies ist eine aktuelle Initiative des Vereins denkhausbremen. Das ist Grund genug Danke an alle zu sagen, die uns bisher schon unterstützt haben: Vielen Dank an den Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, der dieses Projekt finanziell fördert. Herzlichen Dank auch an das Netzwerk Selbsthilfe e.V., das uns die Anschaffung einer professionellen Kamera mit Videofunktion für diese Initiative ermöglicht. Wir freuen uns auf eine aktive Diskussion, rege Bürger/innen-Beteiligung und natürlich auf gute Projekt-Ergebnisse, die dem Motto “Bremen diskutiert und handelt” gerecht werden. Es lohnt sich also für alle Interessierten, regelmäßig auf bremer-speiseplan.de reinzuklicken. Die Crew von denkhausbremen

Sind Facebook, Twitter & Co. zu böse für denkhausbremen?

Für die 68er-Ikone Rainer Langhans steht fest: Die Web 2.0-Community verwirkliche nun im digitalen Miteinander die Träume der damaligen Kommunarden. Man unterstütze seine digitalen Genossen, alle Infos stehen jederzeit allen bereit und die Schwarmintelligenz verbreite und verstärke gute Ideen in Windeseile im ganzen Netz. „Ist also das Web 2.0 der ideale Verbreitungskanal für unsere neue Ideenplattform denkhausbremen?“, fragte sich die denkhaus-Crew in einer spannenden Diskussion.   Na ja, schnell kamen mir die Marktführer in den Sinn: Die Datenkraken Facebook und Google, die alles absaugen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sofort fiel mir auch das aktuelle Statement von Hans Magnus Enzensberger ein, der sehr treffend und beeindruckend vor dem Verfall der Demokratie durch die enge Kooperation von Geheimdiensten mit IT-Weltkonzernen warnt. Privatsphäre und Verfassung sei für diesen gefährlichen Komplex längst überholt, so Enzensberger.   Was heißt das für die Arbeit von denkhausbremen? Auf Facebook und Twitter verzichten und auf klassische Öffentlichkeitsarbeit mit Presseerklärungen setzen? Geht wohl nicht, da wir ja eben Ideen eine hörbare Stimme im Web geben wollen, die von den zentralen Machtinstanzen in unserem Land ungefiltert nicht so gerne gehört werden. Leider sind die …