Autor: michael.gerhardt

Biomasse: EU fragt, denkhausbremen antwortet

Statement zur Bürger/innen-Befragung der EU-Kommission zur europäischen Biomasse-Politik ab 2020 Die bisherige Biomasse-Politik der Europäischen Union hat fatale Folgen für die Umwelt. Sie hat dazu geführt, dass europäische Energiekonzerne sich auf globaler Holzeinkaufstour befinden. Die Stromriesen verfeuern das Holz in ihren Kraftwerken und werden dafür nach EU-Spielregeln mit öffentlichen Mitteln subventioniert. Dies führt zu Waldzerstörung und schadet dem Klima. denkhausbremen hat 2015 in den Südstaaten der USA und Frankreich zu den Auswirkungen der EU-Biomassepolitik recherchiert und engagiert sich gemeinsam mit seinen Partnern gegen die Kahlschlagpolitik der Stromkonzerne (www.denkhausbremen.de/kahlschlag-fuer-e-on-und-rwe). Jetzt überarbeitet die EU ihre Biomasse-Strategie ab 2020 und befragt dazu bis zum 10. Mai Bürger/innen und Interessensgruppen. Dazu hat denkhausbremen anzumerken: Die bisherige EU-Biomasse-Praxis führt z.B. zur Zerstörung schützenswerter Feuchtwaldgebiete in den Südstaaten der USA. Recherchen dokumentieren den Weg des Holzes vom Kahlschlag in US-Bundesstaaten wie North Carolina bis in die europäischen Kraftwerke. Deutsche Energiekonzerne wie E.ON und RWE profitieren von dieser falschen Biomasse-Strategie: Die Laufzeit ihrer Uralt-Kohlekraftwerke lassen sich die Stromkonzerne verlängern, in dem sie öffentliche Subventionen für die Umstellung auf Holzfeuerung kassieren. Holz als …

Interview mit Almuth Ernsting, biofuelwatch, UK und USA

Almuth Ernsting engagiert sich seit 2006 für die NGO Biofuelwatch. Diese Organisation unterhält Büros in den USA und Großbritannien und setzt sich gegen die industrielle Nutzung von Bioenergie ein. Im Gespräch mit denkhausbremen äußert sich Almuth Ernsting zu Holz-Biomasse sowie zur Rolle von EU und deutschen Energiekonzernen. denkhausbremen: Kraftwerke, die mit Holz befeuert werden, scheinen doch nachhaltig zu sein. Was läuft denn da falsch? Almuth Ernsting: Biomasse als Energieträger wird dann problematisch, wenn industrielle Ausmaße erreicht werden. In Großbritannien haben wir zum Beispiel das Kraftwerk Drax, das mehr Holz verbrennt, als irgendeine andere Anlage auf der ganzen Welt: Im letzten Jahr sind dort 8 Millionen Tonnen Holzpellets verbrannt worden und diese Menge soll in Zukunft noch gesteigert werden. Dafür werden natürlich riesige Waldflächen benötigt. denkhausbremen: Was ist die Rolle der EU? Almuth Ernsting: Die EU steckt die Rahmenbedingen für den Einsatz von Biomasse ab. Bis 2020 sollen 20% der in der EU eingesetzten Energie aus Erneuerbaren Energien  stammen. Das Problem ist, dass die EU derzeit eine problematische Definition von Erneuerbarer Energie anwendet. Biomasse wie Holz …

Kahlschlag für E.ON und RWE

denkhausbremen-Recherche in den USA und Südfrankreich: E.ON und RWE befinden sich auf globaler Holzeinkaufstour. Die Stromriesen möchten das Leben ihrer Kohlekraftwerke verlängern und füttern diese deshalb mit der Biomasse Holz. Das verursacht Kahlschläge in Nordamerikas Wäldern und bedroht wertvolle Ökosysteme in Südfrankreich. denkhausbremen hat im Juli/August 2015 in den Südstaaten der USA und in Frankreich recherchiert und engagiert sich gemeinsam mit den Umweltorganisationen Dogwood Alliance sowie Biofuelwatch gegen die Kahlschlagpolitik der deutschen Stromkonzerne. “E.ON und RWE sind für die Waldzerstörung bei uns hier in den US-Südstaaten direkt mitverantwortlich”, erklärt Adam Macon von Dogwood Alliance im Gespräch mit denkhausbremen in Asheville, North Carolina. “Für den Holzhunger der Stromkonzerne werden unsere Wälder zerstört und der lokalen Bevölkerung wird langfristig eine wichtige Lebens- und Wirtschaftgrundlage entzogen.” Die Kahlschläger machten selbst nicht vor einmaligen Feuchtwaldgebieten halt und wandelten ökologisch hochwertige Naturwälder in artenarme Kiefern-Monokulturen um. Die europäische Klimapolitik habe durch fehlsteuernde Subventionen die Situation in den letzten fünf Jahren massiv verschärft: “Die US-Südstaaten sind die größten Exporteure von Holzpellets und der Hauptabnehmer ist Europa”, stellt Adam Macon fest. “Vor …

Von den Bayern lernen!

Wie im Fussball kann Bremen zur Zeit auch im Bereich Lebensmittel was von den Bayern lernen. Genauer gesagt von den Städten Nürnberg und München. In beiden Kommunen gibt es etablierte Projekte, die den Anteil von regional und bio fördern. Weitere Informationen zu den Projekten: BioMetropole Nürnberg sowie Biostadt München.