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Wachstumsgrenzen für die Bioökonomie

Pressememo: Bremen 16.4.2021

Umwelt – und Entwicklungverbände geben Bioökonomierat Forderungspapier mit auf den Weg

Der neu berufene Bioökonomierat sollte der Bundesregierung eine konsequente sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft verordnen. Das fordern die im Aktionsforum Bioökonomie engagierten Umwelt -und Entwicklungsverbände im Hinblick auf die Bioökonomierats-Sitzung in der kommenden Woche am 19. und 20. April. Welche Eckpunkte für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Bioökonomie von großer Bedeutung sind, erläutern die Verbände in ihrer gemeinsamen Erklärung “Impulse für den Bioökonomierat”, die den Ratsmitgliedern im Vorfeld der Sitzung überreicht wurde.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern unter anderem, die Belange des Natur-, Ressourcen- und Klimaschutzes bei der Biomasseproduktion durchzusetzen, Gentechnik effektiv zu regulieren sowie Biomasseimporte zu beschränken. Darüber hinaus, so die Verbände weiter, dürften Ernährungssicherheit und Menschenrechte im Zuge der Bioökonomie nicht weiter gefährdet werden, die Forschungsförderung sollte neue Schwerpunkte setzen und für eine angemessene gesellschaftliche Beteiligung sollte die Bundesregierung ausreichend Ressourcen bereitstellen.

Im Dezember 2020 wurde der Bioökonomierat für drei Jahre von der Bundesregierung berufen. Das Gremium aus insgesamt zwanzig Wissenschaftler*innen und Verbandsvertreter*innen soll der Bundesregierung mit Expertise beim Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft zur Seite stehen und einen Plan zur Umsetzung einer zukünftigen Bioökonomie entwickeln.

In seiner dritten Auflage sind jetzt auch Mitglieder im Bioökonomierat vertreten, für die Öko- und Gerechtigkeitsthemen zentral sind. Damit sind die Chancen gestiegen, dass dieses Gremium die notwendige Kraft entwickeln kann, um der Bioökonomie einen politischen Rahmen zu setzen, damit die planetaren Grenzen nicht überschritten werden.

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